Mittwoch, 21. Dezember 2016

Dankbarkeit - 93


Die Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. - Ernst Ferstl
In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer - Celia Layton Thaxter
Dankbare Menschen entdecken überall Geschenke. - Hanno Nuhm

Mit Dankbarkeit wird man glücklicher, zufriedener, ist weniger gestresst und soll sogar besser schlafen - mehr als genug Gründe, öfter mal daran zu denken, für was wir alles dankbar sein können.

Deshalb werde ich euch hier regelmäßig mitteilen (ich versuche es zumindest ;-) ), wofür ich dankbar bin / die letzten Tage war.
Wer macht mit? :-) Hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder erstellt selbst einen Post dazu auf eurem Blog (wer die Liste nicht veröffentlichen will, kann auch ganz alleine für sich eine erstellen,
 z. B. regelmäßig in einem schönen Notizbuch).

Bei Karmindra und bei Ramona gibt es auch immer wieder eine Dankbarkeitsliste - schaut doch auch mal bei den beiden vorbei!





Ich bin dankbar...


-...für das mittlerweile zweite lustige Vogelkonzert, das ich erleben durfte - diesmal waren die Vögel auf einem Baum im Wald :-)



-...dafür, dass meine Stimmung momentan ziemlich gut ist, trotz trüben Wetters (selbst wenn es beim Sport anfängt zu regnen, muss ich lächeln :-))) ).
Vielleicht liegt es ja am Kurkuma im Smoothie und / oder am Zimt (Ceylon!), mit dem ich mein Frühstücksmüsli seit einiger Zeit verfeinere... :-)



-...für ein bisschen Enten füttern an einem Weiher bei uns in der Nähe.



-...für ein entspanntes Basenbad.



-...für einen schönen Abend zusammen mit Freunden beim "Tasty leaf".



-...für das Lob, dass ich von einer älteren Dame dafür bekommen habe, dass ich den Wocheneinkauf mit Fahrrad + Anhänger erledige (und dass ich zusätzlich noch Taschen dabei habe, um die Sachen ordentlich im Anhänger zu verstauen) :-)



-...für eine wundervolle Weihnachtsfeier zusammen mit super lieben Menschen.


Dienstag, 20. Dezember 2016

Produkttipp

Da hat mir mal wieder nicht die Lust auf etwas, sondern die reine Neugier etwas in den Einkaufswagen gelegt... ;-)

"Govinda Chufella"



Ich habe meinen Zuckerkonsum (zugesetzter Zucker /-ersatz) ja mittlerweile so weit herunter gefahren, dass die Lust auf Süßes bei mir fast gar nicht mehr vorhanden ist.
Ich esse regelmäßig Obst (meist im Smoothie), das reicht allermeistens schon, um meinen "Bedarf" an Süßem zu decken - wenn das mal nicht so ist (eher selten), backe ich mir einfach was zuckerfreies (z. B. Muffins, Cookies...). Zu Weihnachten backe ich für liebe Leute Apfelbrot und behalte davon einen kleinen Teil für mich - was will ich also mehr :-).

Wenn da nicht die Neugier wäre, die bei neuen zuckerfreien Produkten 
immer wieder mal zuschlägt ;-).
So auch bei "Chufella". Zuckerfrei, allerdings ziemlich viel Fett enthalten (was bei anderen Schokoaufstrichen genauso sein dürfte) - deshalb auch nur was für ab und zu.
Durch das enthaltene Kokosöl sollte der Aufstrich außerhalb vom Kühlschrank gelagert werden, da dieser sonst fest wird.
Chufella kann nicht nur als Brotaufstrich, sondern auch als Schokosoße (z. B. über Eis, Milchreis....) verwendet werden. Über Früchte gegossen und eine Weile in den Kühlschrank gelegt ergibt Schokofrüchte :-). Bestimmt fallen euch da noch viel mehr Einsatzmöglichkeiten ein.

Ich hoffe, der Aufstrich wird geöffnet nicht so schnell kaputt, denn ich werde seeeeehr lange brauchen, um das Glas zu leeren (ohne Lust auf Süßes wird das schwierig...) - mein Veggie will da auch nicht so richtig mithelfen, da ihm der Erdmandelgeschmack nicht so sehr zusagt (mir schon, ich mag auch Erdzipan).

[Edit Ende Januar 2017: Mittlerweile konnte ich den Aufstrich über Foodsharing verschenken :-) ]

Chufella ist auf jeden Fall ein großer Tipp an alle Naschkatzen, die vielleicht sowieso schon oft Schokoaufstriche etc. verwenden, aber ihren Zuckerkonsum etwas reduzieren wollen.


(erhältlich im Bioladen, z. B. ebl)

Montag, 19. Dezember 2016

Lauchkuchen

Zutaten für 1 Blech:
Teig:
- 500 g Mehl (Vollkorn oder nach Wahl)
- 1 Päckchen Trockenhefe
  (altern. 1/2 Würfel Frischhefe)
- 1 TL Salz
- 300 ml lauwarmes Wasser
- 1 EL Olivenöl
Belag:
- 1 großer Lauch
- 200 g Räuchertofu
- 1 EL Sojasoße
- 750 g Sojajoghurt ungesüßt
- 3 EL Hefeflocken
- Salz, Pfeffer, Muskat

Für den Teig Mehl, Trockenhefe und Salz in einer Schüssel vermischen. Wasser und Öl dazu geben. Ein paar Minuten zu einem glatten Teig kneten. Mit einem feuchten Tuch abdecken und 30 min. an einem warmen Ort gehen lassen.
Den Räuchertofu würfeln und mind. ein paar Minuten mit der Sojasoße marinieren lassen.
Den Joghurt mit Hefeflocken, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Lauch in Ringe schneiden und unter den Joghurt mischen.
Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben, die Joghurt-Lauch-Mischung darauf verteilen und danach mit dem Räuchertofu bestreuen.
Im vorgeheizten Backofen bei 200° Ober-/ Unterhitze ca. 25 - 30 min. backen.

Guten Appetit!

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Produkttipp

 Nicht nur zu Weihnachten was feines:




Wheaty hat die Rezepturen von mehreren Produkten geändert / verbessert.
Dazu gehört auch das "Veganbratstück Kassler" - die erste Version davon, die ich vor mittlerweile ein paar Jahren probiert habe, hat mir nicht so gut geschmeckt.
Diese Version ist wirklich sehr sehr sehr gut im Geschmack und in der Konsistenz - sogar schon kalt aus der Packung :-).

Wenn ich die Zutatenlisten von anderen Wheaty-Produkten so anschaue, dann nehme ich stark an, dass der neue "Vesttagsbraten" genauso wie das Bratstück ist, nur eben größer ;-).
Die "Seitanmedaillons" scheinen fast genauso zu sein.

Wenn ihr also noch etwas für Weihnachten braucht (sehr gut zum Mitnehmen, wenn ihr irgendwo eingeladen seid) oder irgendwann sonst etwas leckeres, deftiges, "fleischiges" wollt, dann unbedingt hier zugreifen :-).

(erhältlich im Bioladen, z. B. denn's)

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Dankbarkeit - 92


Die Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. - Ernst Ferstl
In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer - Celia Layton Thaxter
Dankbare Menschen entdecken überall Geschenke. - Hanno Nuhm

Mit Dankbarkeit wird man glücklicher, zufriedener, ist weniger gestresst und soll sogar besser schlafen - mehr als genug Gründe, öfter mal daran zu denken, für was wir alles dankbar sein können.

Deshalb werde ich euch hier regelmäßig mitteilen (ich versuche es zumindest ;-) ), wofür ich dankbar bin / die letzten Tage war.
Wer macht mit? :-) Hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder erstellt selbst einen Post dazu auf eurem Blog (wer die Liste nicht veröffentlichen will, kann auch ganz alleine für sich eine erstellen,
 z. B. regelmäßig in einem schönen Notizbuch).

Bei Karmindra und bei Ramona gibt es auch immer wieder eine Dankbarkeitsliste - schaut doch auch mal bei den beiden vorbei!





Ich bin dankbar...


-...für schöne Spaziergänge zu zweit.



-...für eine S-Bahn-Fahrt zum "Tasty leaf" zusammen mit meinem Veggie.
Dort hat sich jeder von uns dann einen Burger mit Bohnen-Räuchertofu-Patty und BBQ-Soße gegönnt.


Vor und nach dem Essen hatten wir noch ein bisschen Zeit - da sind wir einer unser Lieblingsbeschäftigungen nachgegangen: im Buchladen im Hauptbahnhof stöbern :-)



-...dafür, dass der Weg zum Bioladen eeeeeeeeeendlich wieder frei ist.
Mehrere Wochen (...da kann man schon von Monaten reden...) lang war der Weg dorthin wegen einer Baustelle gesperrt. 
Deshalb musste ich einen Umweg fahren - was an sich erst mal nicht so schlimm wäre, auch nicht, dass der Umweg einfach +2 km bedeutet.
Aaaaaaaber: Bei diesem Weg muss ein riiiiiiiiiichtig lang gezogener Berg überwunden werden - mit Fahrrad alleine ja noch ok, aber mit Anhänger dran: definitiv eine große Herausforderung. Noch dazu waren die Temperaturen in dieser Zeit teilweise ziemlich niedrig (Minusgrade - der "normale" Weg ist "geschützter", so dass ich dort nicht den vollen Wind und die Kälte abbekomme), so dass ich die Baustelle oft verflucht habe :-D.
Aber ich will nicht jammern, denn: "Was mich nicht umbringt, macht mich stärker" :-)

Autofahrer haben erzählt, dass sie von der Umleitung genervt sind (bedeutete nur ein paar Minuten länger im Auto sitzen!) - die hätten mal mit dem Fahrrad + Anhänger fahren sollen, DANN hätten die mal gewusst was "nervig" ist :-D.
Also, wenn ihr das nächste Mal mit dem Auto eine Umleitung fahren müsst: denkt mal an die Fußgänger / Fahrradfahrer... ;-)



-...dafür, dass ich ein tolles, fettärmeres Rezept für selbstgemachte Mayo gefunden habe.
Die Hauptzutaten des "Standard-Rezepts" für vegane Mayo kennt ja wahrscheinlich inzwischen fast jeder: Sojamilch und mehrere Hundert ml Öl. Das wollte ich nicht mehr, da wir mittlerweile unsere Ernährung fettärmer gestalten, so dass ich soviel Öl unterdessen sogar schon etwas "eklig" finde.
Mein Veggie findet das Rezept genauso gut wie ich - vielleicht sagt es euch ja auch zu :-)


Dienstag, 13. Dezember 2016

Soja erobert die Welt

>>Die kleine, weiß-gelbe Hülsenfrucht hat viel zu bieten. Deshalb steckt sie mittlerweile fast überall drin. Doch Soja ist nicht gleich Soja.



Sie steckt im Veggi-Schnitzel, in der Schokolade, in der Fertigsuppe – und sie füllt den Futtertrog von Schweinen, Rindern und Hühnern. Soja hat unsere Küchen und Ställe erobert. Nichts scheint mehr ohne die Hülsenfrucht aus China und Amerika zu gehen. Wie ist es dazu gekommen? Es ist die Geschichte von Tofu und Margarine, von Monokulturen, Glyphosat und Bio-Visionen.

Klaus Gaiser begegnete der Bohne 1979. Damals studierte der Geschäftsführer der Bio-Firma Topas Japanologie und Sinologie und hatte ein Stipendium für ein Auslandssemester in Japan bekommen. „Die japanische Lebensmittelverarbeitung hat mich brennend interessiert und ich bekam die Gelegenheit, einem Tofu-Meister über die Schulter zu schauen“, erzählt Klaus Gaiser. Das hat er gerne getan und dabei viel gelernt. Die Arbeit begann um drei Uhr morgens. „Denn um sieben Uhr kamen die japanischen Hausfrauen in den Laden, um frischen Tofu fürs Frühstück zu kaufen, so wie bei uns die Brötchen vom Bäcker.“ Zurück in Tübingen begann er zusammen mit einem Freund selber Tofu zu produzieren. „Das war Knochenarbeit. Alles wurde per Hand geschöpft und zum Schluss schichteten wir zum Pressen schwere Kunstmarmorplatten auf den Tofu.“

Ohne Bio kein Tofu

Klaus Gaiser war damals nicht der Einzige, der Tofu machte. Anfang der 80er-Jahre entdeckte die deutsche Bio-Szene die vielseitig verwendbare Bohne: pflanzlich, cholesterinfrei, leicht verdauliche Proteine und dazu ein Hauch von Exotik. Lange Zeit war Tofu gleichbedeutend mit Bio. Und noch heute gibt es nirgends eine so breite Auswahl an Tofu und anderen Sojaprodukten wie in Bio-Läden.

Die Wertschätzung als Lebensmittel besonders für die vegetarische oder vegane Küche verdankt die Bohne ihren Inhaltsstoffen: Sie enthält rund 20 Prozent Fett und bis zu 40 Prozent Eiweiß, dessen Zusammensetzung mit der von tierischem Protein vergleichbar ist. Auch Folsäure, B-Vitamine und Vitamin E sind in relevanten Mengen vorhanden. Dazu kommen noch Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen sowie verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe. Mehrere Studien zeigen, dass der Verzehr von Soja-Lebensmitteln sich positiv auf den Cholesterinspiegel und auf das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen auswirkt. Umstritten ist, ob die Isoflavone in der Bohne mit ihrer östrogenähnlichen Wirkung Brustkrebs vorbeugen. Manche Menschen fürchten auch, dass zu viel Soja die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigt oder bei Mädchen zu einer frühen Pubertät führt. Aus Japan, wo weitaus mehr Soja verzehrt wird als in Europa, sind solche negativen Wirkungen nicht bekannt.

Auf den Tisch kommt die Bohne nicht nur in verschiedensten Tofu-Zubereitungen: Es gibt Sojamilch, Sojasahne und Sojajoghurt, Desserts aus Soja oder Sojageschnetzeltes als Hackfleischersatz. Die Bohne kann man unreif geerntet garen, das heißt dann Edamame. Sie lässt sich aber auch keimen, zu Mehl oder Flocken verarbeiten oder mit Schoko überziehen. Und man kann die Bohne fermentieren. So entstehen Sojasoße, Miso oder Tempeh. Auch das gerne als Emulgator verwendete Lecithin wird überwiegend aus Sojabohnen hergestellt.

Von China nach Europa – eine Reise mit Hindernissen

Wegen ihrer Nährstoffe zählten die Chinesen Soja neben Reis, Weizen, Gerste und Hirse zu den fünf heiligen Pflanzen. Vermutlich wurde sie in China schon vor 5 000 Jahren gegessen. Von dort verbreiteten Händler, Soldaten und buddhistische Missionare die Bohne in weiten Teilen Asiens – und auch das Wissen um ihre Verarbeitung.

Doch davon wollten die Europäer nichts wissen, als im 18. Jahrhundert Forschungsreisende wie der Deutsche Engelbert Kaempfer voller Begeisterung über Soja berichteten. Die Bohne verbrachte die nächsten 150 Jahre als exotische Pflanze in botanischen Gärten. Lediglich Sojasoße importierten die Engländer und verarbeiteten sie zur Worcestersoße. Der österreichische Pflanzenbau-Professor Friedrich Haberlandt begann 1875 mit groß angelegten Anbauversuchen, die allerdings nach seinem Tod trotz guter Ergebnisse eingestellt wurden. Haberlandt lobte Soja als ideale Ergänzung zur stärkehaltigen Kartoffel.

Der Anfang: Soja als Butterersatz

Bei uns kam Soja zuerst in Form von Margarine auf den Tisch. Das war Anfang des 20. Jahrhunderts. Durch die Erfindung der Öl-Raffination in diesen Jahren konnte der Butterersatz günstig hergestellt werden und der Bedarf an Ölsaaten stieg. Britische und später auch deutsche Ölmühlen importierten Sojabohnen aus der chinesischen Mandschurei und pressten daraus Öl. Der übrig gebliebene eiweißreiche Presskuchen, der Sojaschrot, wurde zu Mehl, Milch oder Würze verarbeitet und vermarktet. Nach dem Ersten Weltkrieg boomte die Verarbeitung von Sojabohnen in Deutschland. Durch die Abtrennung von Lecithin aus dem Öl konnten die Ölmühlen ein weiteres wertvolles Sojaprodukt vermarkten. 1931 importierte Deutschland bereits mehr als eine Million Tonnen Sojabohnen. Die Nazis verlagerten im Zuge ihrer Autarkiebestrebungen den Sojaanbau in das befreundete Rumänien. Sie brauchten das nährstoffreiche Mehl als Proviant für die Wehrmacht. Nach dem Krieg stiegen die Ölmühlen bald wieder in die Soja-Verarbeitung ein. Seit dieser Zeit nahm auch die Nachfrage nach Sojaschrot als preiswertes Eiweißfutter für Schweine, Rinder und Geflügel stetig zu. 2015 importierte Deutschland 3,7 Millionen Tonnen Sojabohnen und 2,9 Millionen Tonnen Sojaschrot.

Dammbruch mit Folgen: Soja als Tierfutter

Nur der kleinste Teil davon kommt noch aus China. Heute ist Amerika das Land der Bohne. In den USA begannen Farmer in den 30er-Jahren mit dem Anbau und wurden bald zu den wichtigsten Sojaexporteuren. Ab den 70er-Jahren explodierte der Sojaanbau in Südamerika. Die USA, Brasilien und Argentinien sind die wichtigsten Sojalieferanten Deutschlands und der EU. Allein für die an deutsche Schweine, Hühner und Rinder verfütterten Mengen an Sojaschrot werden über zwei Millionen Hektar Land in Übersee benötigt, hat die Umweltorganisation WWF berechnet. Ganz Mecklenburg-Vorpommern wäre ein Soja-Feld – würden die Bohnen hier angebaut.

Doch das Soja für die Tiere wird in riesigen Monokulturen anderswo angebaut – mit dramatischen Folgen für Menschen und Umwelt, insbesondere in Lateinamerika. Die meisten dieser Bohnen sind gentechnisch manipuliert, sodass sie resistent gegen das Herbizid Glyphosat sind. Das Spritzmittel tötet alles Grün außer den Bohnen ab und wird deshalb in großen Mengen eingesetzt. Von Flugzeugen aus versprüht, regnet es auf die Menschen nieder, die rund um die Felder leben, belastet ihr Wasser und zerstört ihre Gesundheit. Die argentinische Ärzteorganisation Medicos de pueblos fumigados dokumentiert seit mehr als zehn Jahren die Gesundheitssituation in den ‚eingenebelten Dörfern’. „Wir haben deutlich mehr Fälle von Krebserkrankungen, Fruchtbarkeitsstörungen bis hin zu Missbildungen sowie Entwicklungsstörungen bei Kindern (Autismus) festgestellt“, heißt es in einem aktuellen Bericht der Ärzte.

Die Herausforderung: Regionales Bio-Soja

Auch in einem Bio-Ei oder Bio-Schnitzel kann Soja stecken, dann allerdings Bio-Soja. Und die Bedeutung ist bei Weitem nicht so groß wie in der konventionellen Landwirtschaft. Rund 40 000 Tonnen gentechnikfreies Bio-Soja importieren die deutschen Bio-Betriebe pro Jahr. Ein Viertel davon stammt aus China und wird vor allem in EU-Bio-Betrieben verfüttert. Betriebe, die den Anbauverbänden wie Bioland, Demeter und Naturland angehören, beziehen ihre Bohnen aus Europa, wobei Rumänien das wichtigste Lieferland ist. Immer mehr Bio-Landwirte bauen Soja fürs Vieh inzwischen selbst an oder versuchen mit anderen Eiweißpflanzen wie Lupinen, Importe zu ersetzen.

Auch die Bohnen für Bio-Tofu wachsen immer häufiger in Deutschland und den Nachbarländern. Ausgesät werden dabei besonders eiweißreiche Sorten, die sich zudem gut verarbeiten lassen. Mit besonderem Engagement treibt der Hersteller Lifefood die Züchtung von Sojabohnen voran, die mit unserem feucht-kalten Klima zurechtkommen. Denn am nachhaltigsten ist die Bio-Bohne von hier: regional, gentechnikfrei und ohne schädliche Pestizide wie Glyphosat.

Soja und die Gentechnik

83 Prozent der weltweit angebauten Sojabohnen sind gentechnisch verändert. In der EU ist der Anbau von Gentech-Soja derzeit verboten.

Soja in Zahlen

China steht auf Soja, die EU auch

Weltweit wurden in der Saison 2015/16 rund 313 Millionen Tonnen Sojabohnen geerntet. Davon wuchs ein Drittel in den USA. 96 und 56 Millionen Tonnen steuerten Brasilien und Argentinien bei. China, Paraguay, Indien und Kanada sind die nächstgrößeren Produzenten.

Wichtigster Sojakäufer ist China, das seine Importe in den letzten 15 Jahren von 4 auf 71 Millionen Tonnen steigerte. An zweiter Stelle liegt die EU mit 34 Millionen Tonnen Bohnen und Schrot. 

Vier Fünftel der weltweiten Sojaernte wird an Tiere verfüttert.

Soja - Nicht immer verträglich

Sojabohnen haben viel Gutes zu bieten: wertvolles Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe. Doch nicht alle Menschen vertragen die Hülsenfrucht. Die Eiweiße der Sojabohne können bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen und müssen deshalb als Allergen deklariert werden. Betroffen sein können auch Menschen, die eigentlich auf Birkenpollen allergisch sind. Sogenannte Trypsin-Inhibitoren können die Verdauung stören. Das sind Pflanzenstoffe, die die Bohnen vor Fraßfeinden schützen sollen. Sie werden jedoch abgebaut, sobald man die Bohnen erhitzt.

Außerdem können Sojabohnen bei empfindlichen Menschen, wie andere Hülsenfrüchte auch, zu Blähungen führen.

Mehr zum Thema

www.sojafoerderring.de
Der Verein macht sich für den Soja-Anbau in Deutschland stark, seit 1980.

www.1000gaerten.de
Züchtungsinitiative für heimische Sojabohnen.

www.donausoja.org
Der Verband fördert den Anbau gentechnikfreier Sojabohnen in den Ländern entlang der Donau.

www.eiweissforum.de 
Initiative für nachhaltigere Eiweißfuttermittel.

www.soyinfocenter.com 
Alles über die Sojabohne und ihre Geschichte – allerdings auf Englisch<<


(Quelle: schrotundkorn.de)

Montag, 12. Dezember 2016

Rosmarinpolenta mit Champignon-Rahmsoße

Zutaten für 2 Personen:
- 150 g Polenta (Maisgrieß)
- 2 Zwiebeln
- 250 g Champignons
- 50 g Räuchertofu
- 600 ml Gemüsebrühe
- 150 ml Reissahne
- 1 1/2 EL Rosmarin
- 1 - 2 EL Petersilie
- Salz, Pfeffer, Muskat, Paprikapulver



Die Zwiebeln würfeln.
In einer Pfanne die Hälfte davon anbraten. Mit Brühe ablöschen und die Polenta untermischen.
Bei ca. mittlerer Hitze die Polenta ein paar Minuten köcheln lassen, dabei ständig umrühren.
Mit Rosmarin würzen.
Eine Form (z. B. Aufflaufform) mit Backpapier auslegen, die Polenta hinein geben und gleichmäßig verstreichen. Abkühlen und etwas fest werden lassen (wer nicht so viel Zeit hat, gibt die Form etwas in den Kühlschrank / Tiefkühler).

Räuchertofu würfeln, Champignons klein schneiden.
Die restlichen Zwiebelwürfel in einer Pfanne anbraten. Dann Räuchertofu mit dazu geben und ein paar Minuten gut anbraten. Zum Schluss die Champignons hinzufügen und ebenfalls braten.
Mit der Reissahne ablöschen und kurz köcheln lassen. Mit Petersilie, Salz, Pfeffer, Muskat und Paprikapulver abschmecken.

Die Polenta aus der Form nehmen, in Stücke schneiden und etwas erwärmen (Mikrowelle / Ofen / Pfanne). Auf Teller verteilen und die Champignon-Soße darüber geben.

Guten Appetit!


Tipp: Sollte die Soße nicht für alle Stücke reichen => etwas Hummus passt auch ganz gut dazu :-)


Freitag, 9. Dezember 2016

Weihnachten kommt dieses Jahr wieder ganz überraschend ;-)...

...und viele wissen vielleicht noch gar nicht, was sie dann kochen sollen...



Vielleicht sagt euch ja das eine oder andere Rezept dafür zu:

Bratwürste
Soja-Seitan-Frikadellen
- Seitanbraten
- Gefüllter Seitan-Rollbraten
- Hummus-Rouladen
- Rouladen in Bratensoße
- Linsenbraten
- Nussbraten
- Grünkernbraten
- Soja-Hackbraten
- Kichererbsenpastete

=> und dazu
- Kartoffelsalat
- Kartoffelsalat 2. Variante
- Krautsalat
- Cous-Cous-Kroketten
- Kartoffelwedges
- Süßkartoffel-Pommes
- Kartoffelbrei
- Kartoffelknödel
- Semmelknödel (mit Champignon-Räuchertofu-Soße)
- Rotkohl / Blaukraut
- Bratensoßen


Was ganz was anderes:
- Ofen-Weißkohl mit cremiger Zwiebelsoße und Kartoffelbrei
- Gefüllter Kürbis
- Gefüllte Kartoffeln
- Gefüllte Süßkartoffeln
- Gefüllte Kohlrabi auf Möhren-Hirse-Bett
Reis mit gefüllter roter Bete und Tomatensoße
- Kartoffelbällchen mit Belugalinsen und Rahmspinat
- Sauerkraut-Tofu-Körbchen
- Reisbällchen mit Zitronensoße

Was deftiges und wärmendes:
- Veganes Wurstgulasch
- Kartoffelgulasch
- Veganes Omelette
- Veganes Omelette (2. Variante)
- Käsespätzle
- Bratkartoffeln mit (Spitz-)Kohl
- Bratkartoffeln mit Räuchertofu
- Bratkartoffeln mit Brokkoli und Bohnen
- Knusperkartoffel-Pfanne
- Kartoffel-Sauerkraut-Pfanne
- Kichererbsen-Sauerkraut-Suppe
- Bohnen-Seitan-Eintopf
- Afrikanischer Süßkartoffeleintopf
- Pizzatopf
- Zwiebelsuppe
- Veganer "Shepard's pie"

Für Süßmäuler:
- Lebkuchen
- Apfelbrot
- Apfeltaschen
- Apfel-Bananen-Muffins
- Bananen-Haselnuss-Cookies
- Schokokuchen
- Walnuss-Eistorte


Wer jetzt dabei noch nicht fündig geworden ist, dem empfehle ich die Übersicht aller Rezepte auf diesem Blog :-).


Egal, was ihr auch essen werdet, ich wünsche euch einen guten Appetit - lasst es euch schmecken! :-)


Donnerstag, 8. Dezember 2016

Soja-Hackbraten

Zutaten für 1 Kastenform 30 cm
(3 - 4 Personen):
- 250 feines Sojagranulat
- 100 g Haferflocken
- 2 Brötchen (vom Vortag)
- 200 g Räuchertofu
- 1 Zwiebel
- 100 ml Gemüsebrühe
- 1 EL Sojasoße
- 2 EL Senf
- 1,5 EL Tomatenmark
- je 1/2 TL gem. Koriander, Kreuzkümmel, Ingwer gem.
- je 1 TL Majoran, Oregano, Thymian, Paprikapulver geräuchert, Liquid Smoke
- je 1/4 TL Fenchel gemahlen, Knoblauchgranulat
- 1,5 TL Paprikapulver edelsüß
- 1 Prise Cayennepfeffer / Chili
- Salz, Pfeffer

Das Sojagranulat in heißem Wasser ein paar Minuten einweichen lassen (evtl. mit Rauchsalz, geräuchertes Paprikapulver, Liquid smoke). Danach in ein großes Sieb geben und gut abtropfen lassen.
Brötchen würfeln, mit den Haferflocken mischen und die Gemüsebrühe dazu geben. Kurz durchkneten und alles ein paar Minuten ziehen lassen.
Zwiebel würfeln. Räuchertofu zerbröseln.
Alle Zutaten in eine Schüssel geben, vermischen und gut durchkneten, bis eine leicht klebrige und einigermaßen einheitliche Masse entstanden ist.
Eine Kastenform mit Backpapier auslegen und die Masse hinein geben (dabei gut andrücken).
Die Oberseite mit ein wenig Wasser einpinseln.
Im vorgeheizten Ofen bei 180° Ober-/ Unterhitze 1 Std. backen.

Dazu passen z. B. RotkohlKartoffelknödel / Semmelknödel und Bratensoße.

Guten Appetit!

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Dankbarkeit - 91


Die Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. - Ernst Ferstl
In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer - Celia Layton Thaxter
Dankbare Menschen entdecken überall Geschenke. - Hanno Nuhm

Mit Dankbarkeit wird man glücklicher, zufriedener, ist weniger gestresst und soll sogar besser schlafen - mehr als genug Gründe, öfter mal daran zu denken, für was wir alles dankbar sein können.

Deshalb werde ich euch hier regelmäßig mitteilen (ich versuche es zumindest ;-) ), wofür ich dankbar bin / die letzten Tage war.
Wer macht mit? :-) Hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder erstellt selbst einen Post dazu auf eurem Blog (wer die Liste nicht veröffentlichen will, kann auch ganz alleine für sich eine erstellen,
 z. B. regelmäßig in einem schönen Notizbuch).

Bei Karmindra und bei Ramona gibt es auch immer wieder eine Dankbarkeitsliste - schaut doch auch mal bei den beiden vorbei!





Ich bin dankbar...


-...dafür, dass ich anfangen "durfte", den Ausmal-Adventskalender auszumalen :-)




-...für einen schönen (Vor-)Mittag mit meinem Veggie und einem Freund zusammen.
Wir sind gemeinsam zum "Denn's Biomarkt" gefahren, da wir hin und wieder dort hingehen (ansonsten jede Woche zum ebl) und er mal mit wollte.
Nach dem Einkauf haben wir noch einen entspannten und leckeren Halt beim "Brezen Kolb" gemacht.



-...für den schönen Abend zu zweit beim "Restaurant Kaspar Hauser"

Diesmal nicht wie sonst immer Tomatensuppe und Pizza, sondern mal was ganz was anderes :-)

Sieht vielleicht komisch aus, war aber lecker: Fladenbrot und Spinat-Aufstrich als Vorspeise

Sieht vielleicht auch ein bisschen komisch aus - das Licht zum Fotografieren war nicht so gut - aber auch das war gar nicht so schlecht: Reis (außenrum Fladenbrot) und 6-Kräuter-Soße (auch mit Spinat)



-...dafür, dass die neue Ausgabe der "Happy way" im Briefkasten lag - ich freue mich ja immer soooooooooo wahnsinnig über das Heft :-)

Diesmal mit "Winter-Malbuch" - wieder perfekt für mich.... das muss allerdings noch warten, bis ich mit dem Adventskalender (s.o.) fertig bin ;-)



-...für Läufe im Wald (Nordic Walking) bei klarer, frischer Luft.


Dienstag, 6. Dezember 2016

Nicht für Aluminium ausrotten!



>>Fahrräder, Fenster und Verpackungen – Aluminium macht unser Leben leichter. Zugleich richtet es schweren Schaden in Regenwäldern an. In Ghana hat die Firma Exton Cubic Group eine Lizenz bekommen, Flächen für den Abbau von Bauxit zu verwüsten. Ausgerechnet im einzigartigen Tano Offin Forest. Bitten fordern Sie den Schutz der Wälder.<<


Montag, 5. Dezember 2016

Rote Bete-Kokos-Suppe

Zutaten für 3 - 4 Personen:
- 500 g vorgekochte rote Bete
- 200 g Kartoffeln mehlig kochend
- 1 Zwiebel
- 400 ml Gemüsebrühe
- 400 ml Kokosmilch
- 2 EL Limettensaft
- 1/2 TL Koriander gemahlen
- 1/2 TL Ingwer gemahlen
- Salz, Pfeffer




Das Gemüse würfeln.
In einem großen Topf die Zwiebeln anbraten. Kartoffeln dazu geben, kurz mitbraten und dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Abgedeckt bei geringer Hitze 15 min. köcheln lassen.
Rote Bete und Kokosmilch untermischen. Weitere 5 min. köcheln lassen.
Alles pürieren und danach mit Limettensaft, Koriander, Ingwer, Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Produkttipp

Für Tage, wenn mal keine Zeit / Lust zum kochen da ist - oder auch einfach nur so ;-):
 
"Pizza Pesto vegan" von Bio Inside

Ohne zugesetzten Zucker! :-)))))))))))))
Tipp: Unbedingt die Variante für den "weichen Boden" ausprobieren => schmeckt viel besser und der Käse schmilzt sooooo toll :-)


Ich mach's kurz: Unbedingt kaufen, schmeckt nämlich sehr lecker :-)


(erhältlich im Bioladen, z. B. ebl)


Kostenlose Homepage