Mittwoch, 21. Dezember 2016

Dankbarkeit - 93


Die Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. - Ernst Ferstl
In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer - Celia Layton Thaxter
Dankbare Menschen entdecken überall Geschenke. - Hanno Nuhm

Mit Dankbarkeit wird man glücklicher, zufriedener, ist weniger gestresst und soll sogar besser schlafen - mehr als genug Gründe, öfter mal daran zu denken, für was wir alles dankbar sein können.

Deshalb werde ich euch hier regelmäßig mitteilen (ich versuche es zumindest ;-) ), wofür ich dankbar bin / die letzten Tage war.
Wer macht mit? :-) Hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder erstellt selbst einen Post dazu auf eurem Blog (wer die Liste nicht veröffentlichen will, kann auch ganz alleine für sich eine erstellen,
 z. B. regelmäßig in einem schönen Notizbuch).

Bei Karmindra und bei Ramona gibt es auch immer wieder eine Dankbarkeitsliste - schaut doch auch mal bei den beiden vorbei!





Ich bin dankbar...


-...für das mittlerweile zweite lustige Vogelkonzert, das ich erleben durfte - diesmal waren die Vögel auf einem Baum im Wald :-)



-...dafür, dass meine Stimmung momentan ziemlich gut ist, trotz trüben Wetters (selbst wenn es beim Sport anfängt zu regnen, muss ich lächeln :-))) ).
Vielleicht liegt es ja am Kurkuma im Smoothie und / oder am Zimt (Ceylon!), mit dem ich mein Frühstücksmüsli seit einiger Zeit verfeinere... :-)



-...für ein bisschen Enten füttern an einem Weiher bei uns in der Nähe.



-...für ein entspanntes Basenbad.



-...für einen schönen Abend zusammen mit Freunden beim "Tasty leaf".



-...für das Lob, dass ich von einer älteren Dame dafür bekommen habe, dass ich den Wocheneinkauf mit Fahrrad + Anhänger erledige (und dass ich zusätzlich noch Taschen dabei habe, um die Sachen ordentlich im Anhänger zu verstauen) :-)



-...für eine wundervolle Weihnachtsfeier zusammen mit super lieben Menschen.


Dienstag, 20. Dezember 2016

Produkttipp

Da hat mir mal wieder nicht die Lust auf etwas, sondern die reine Neugier etwas in den Einkaufswagen gelegt... ;-)

"Govinda Chufella"



Ich habe meinen Zuckerkonsum (zugesetzter Zucker /-ersatz) ja mittlerweile so weit herunter gefahren, dass die Lust auf Süßes bei mir fast gar nicht mehr vorhanden ist.
Ich esse regelmäßig Obst (meist im Smoothie), das reicht allermeistens schon, um meinen "Bedarf" an Süßem zu decken - wenn das mal nicht so ist (eher selten), backe ich mir einfach was zuckerfreies (z. B. Muffins, Cookies...). Zu Weihnachten backe ich für liebe Leute Apfelbrot und behalte davon einen kleinen Teil für mich - was will ich also mehr :-).

Wenn da nicht die Neugier wäre, die bei neuen zuckerfreien Produkten 
immer wieder mal zuschlägt ;-).
So auch bei "Chufella". Zuckerfrei, allerdings ziemlich viel Fett enthalten (was bei anderen Schokoaufstrichen genauso sein dürfte) - deshalb auch nur was für ab und zu.
Durch das enthaltene Kokosöl sollte der Aufstrich außerhalb vom Kühlschrank gelagert werden, da dieser sonst fest wird.
Chufella kann nicht nur als Brotaufstrich, sondern auch als Schokosoße (z. B. über Eis, Milchreis....) verwendet werden. Über Früchte gegossen und eine Weile in den Kühlschrank gelegt ergibt Schokofrüchte :-). Bestimmt fallen euch da noch viel mehr Einsatzmöglichkeiten ein.

Ich hoffe, der Aufstrich wird geöffnet nicht so schnell kaputt, denn ich werde seeeeehr lange brauchen, um das Glas zu leeren (ohne Lust auf Süßes wird das schwierig...) - mein Veggie will da auch nicht so richtig mithelfen, da ihm der Erdmandelgeschmack nicht so sehr zusagt (mir schon, ich mag auch Erdzipan).

[Edit Ende Januar 2017: Mittlerweile konnte ich den Aufstrich über Foodsharing verschenken :-) ]

Chufella ist auf jeden Fall ein großer Tipp an alle Naschkatzen, die vielleicht sowieso schon oft Schokoaufstriche etc. verwenden, aber ihren Zuckerkonsum etwas reduzieren wollen.


(erhältlich im Bioladen, z. B. ebl)

Montag, 19. Dezember 2016

Lauchkuchen

Zutaten für 1 Blech:
Teig:
- 500 g Mehl (Vollkorn oder nach Wahl)
- 1 Päckchen Trockenhefe
  (altern. 1/2 Würfel Frischhefe)
- 1 TL Salz
- 300 ml lauwarmes Wasser
- 1 EL Olivenöl
Belag:
- 1 großer Lauch
- 200 g Räuchertofu
- 1 EL Sojasoße
- 750 g Sojajoghurt ungesüßt
- 3 EL Hefeflocken
- Salz, Pfeffer, Muskat

Für den Teig Mehl, Trockenhefe und Salz in einer Schüssel vermischen. Wasser und Öl dazu geben. Ein paar Minuten zu einem glatten Teig kneten. Mit einem feuchten Tuch abdecken und 30 min. an einem warmen Ort gehen lassen.
Den Räuchertofu würfeln und mind. ein paar Minuten mit der Sojasoße marinieren lassen.
Den Joghurt mit Hefeflocken, Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Lauch in Ringe schneiden und unter den Joghurt mischen.
Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben, die Joghurt-Lauch-Mischung darauf verteilen und danach mit dem Räuchertofu bestreuen.
Im vorgeheizten Backofen bei 200° Ober-/ Unterhitze ca. 25 - 30 min. backen.

Guten Appetit!

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Produkttipp

 Nicht nur zu Weihnachten was feines:




Wheaty hat die Rezepturen von mehreren Produkten geändert / verbessert.
Dazu gehört auch das "Veganbratstück Kassler" - die erste Version davon, die ich vor mittlerweile ein paar Jahren probiert habe, hat mir nicht so gut geschmeckt.
Diese Version ist wirklich sehr sehr sehr gut im Geschmack und in der Konsistenz - sogar schon kalt aus der Packung :-).

Wenn ich die Zutatenlisten von anderen Wheaty-Produkten so anschaue, dann nehme ich stark an, dass der neue "Vesttagsbraten" genauso wie das Bratstück ist, nur eben größer ;-).
Die "Seitanmedaillons" scheinen fast genauso zu sein.

Wenn ihr also noch etwas für Weihnachten braucht (sehr gut zum Mitnehmen, wenn ihr irgendwo eingeladen seid) oder irgendwann sonst etwas leckeres, deftiges, "fleischiges" wollt, dann unbedingt hier zugreifen :-).

(erhältlich im Bioladen, z. B. denn's)

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Dankbarkeit - 92


Die Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. - Ernst Ferstl
In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer - Celia Layton Thaxter
Dankbare Menschen entdecken überall Geschenke. - Hanno Nuhm

Mit Dankbarkeit wird man glücklicher, zufriedener, ist weniger gestresst und soll sogar besser schlafen - mehr als genug Gründe, öfter mal daran zu denken, für was wir alles dankbar sein können.

Deshalb werde ich euch hier regelmäßig mitteilen (ich versuche es zumindest ;-) ), wofür ich dankbar bin / die letzten Tage war.
Wer macht mit? :-) Hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder erstellt selbst einen Post dazu auf eurem Blog (wer die Liste nicht veröffentlichen will, kann auch ganz alleine für sich eine erstellen,
 z. B. regelmäßig in einem schönen Notizbuch).

Bei Karmindra und bei Ramona gibt es auch immer wieder eine Dankbarkeitsliste - schaut doch auch mal bei den beiden vorbei!





Ich bin dankbar...


-...für schöne Spaziergänge zu zweit.



-...für eine S-Bahn-Fahrt zum "Tasty leaf" zusammen mit meinem Veggie.
Dort hat sich jeder von uns dann einen Burger mit Bohnen-Räuchertofu-Patty und BBQ-Soße gegönnt.


Vor und nach dem Essen hatten wir noch ein bisschen Zeit - da sind wir einer unser Lieblingsbeschäftigungen nachgegangen: im Buchladen im Hauptbahnhof stöbern :-)



-...dafür, dass der Weg zum Bioladen eeeeeeeeeendlich wieder frei ist.
Mehrere Wochen (...da kann man schon von Monaten reden...) lang war der Weg dorthin wegen einer Baustelle gesperrt. 
Deshalb musste ich einen Umweg fahren - was an sich erst mal nicht so schlimm wäre, auch nicht, dass der Umweg einfach +2 km bedeutet.
Aaaaaaaber: Bei diesem Weg muss ein riiiiiiiiiichtig lang gezogener Berg überwunden werden - mit Fahrrad alleine ja noch ok, aber mit Anhänger dran: definitiv eine große Herausforderung. Noch dazu waren die Temperaturen in dieser Zeit teilweise ziemlich niedrig (Minusgrade - der "normale" Weg ist "geschützter", so dass ich dort nicht den vollen Wind und die Kälte abbekomme), so dass ich die Baustelle oft verflucht habe :-D.
Aber ich will nicht jammern, denn: "Was mich nicht umbringt, macht mich stärker" :-)

Autofahrer haben erzählt, dass sie von der Umleitung genervt sind (bedeutete nur ein paar Minuten länger im Auto sitzen!) - die hätten mal mit dem Fahrrad + Anhänger fahren sollen, DANN hätten die mal gewusst was "nervig" ist :-D.
Also, wenn ihr das nächste Mal mit dem Auto eine Umleitung fahren müsst: denkt mal an die Fußgänger / Fahrradfahrer... ;-)



-...dafür, dass ich ein tolles, fettärmeres Rezept für selbstgemachte Mayo gefunden habe.
Die Hauptzutaten des "Standard-Rezepts" für vegane Mayo kennt ja wahrscheinlich inzwischen fast jeder: Sojamilch und mehrere Hundert ml Öl. Das wollte ich nicht mehr, da wir mittlerweile unsere Ernährung fettärmer gestalten, so dass ich soviel Öl unterdessen sogar schon etwas "eklig" finde.
Mein Veggie findet das Rezept genauso gut wie ich - vielleicht sagt es euch ja auch zu :-)


Dienstag, 13. Dezember 2016

Soja erobert die Welt

>>Die kleine, weiß-gelbe Hülsenfrucht hat viel zu bieten. Deshalb steckt sie mittlerweile fast überall drin. Doch Soja ist nicht gleich Soja.



Sie steckt im Veggi-Schnitzel, in der Schokolade, in der Fertigsuppe – und sie füllt den Futtertrog von Schweinen, Rindern und Hühnern. Soja hat unsere Küchen und Ställe erobert. Nichts scheint mehr ohne die Hülsenfrucht aus China und Amerika zu gehen. Wie ist es dazu gekommen? Es ist die Geschichte von Tofu und Margarine, von Monokulturen, Glyphosat und Bio-Visionen.

Klaus Gaiser begegnete der Bohne 1979. Damals studierte der Geschäftsführer der Bio-Firma Topas Japanologie und Sinologie und hatte ein Stipendium für ein Auslandssemester in Japan bekommen. „Die japanische Lebensmittelverarbeitung hat mich brennend interessiert und ich bekam die Gelegenheit, einem Tofu-Meister über die Schulter zu schauen“, erzählt Klaus Gaiser. Das hat er gerne getan und dabei viel gelernt. Die Arbeit begann um drei Uhr morgens. „Denn um sieben Uhr kamen die japanischen Hausfrauen in den Laden, um frischen Tofu fürs Frühstück zu kaufen, so wie bei uns die Brötchen vom Bäcker.“ Zurück in Tübingen begann er zusammen mit einem Freund selber Tofu zu produzieren. „Das war Knochenarbeit. Alles wurde per Hand geschöpft und zum Schluss schichteten wir zum Pressen schwere Kunstmarmorplatten auf den Tofu.“

Ohne Bio kein Tofu

Klaus Gaiser war damals nicht der Einzige, der Tofu machte. Anfang der 80er-Jahre entdeckte die deutsche Bio-Szene die vielseitig verwendbare Bohne: pflanzlich, cholesterinfrei, leicht verdauliche Proteine und dazu ein Hauch von Exotik. Lange Zeit war Tofu gleichbedeutend mit Bio. Und noch heute gibt es nirgends eine so breite Auswahl an Tofu und anderen Sojaprodukten wie in Bio-Läden.

Die Wertschätzung als Lebensmittel besonders für die vegetarische oder vegane Küche verdankt die Bohne ihren Inhaltsstoffen: Sie enthält rund 20 Prozent Fett und bis zu 40 Prozent Eiweiß, dessen Zusammensetzung mit der von tierischem Protein vergleichbar ist. Auch Folsäure, B-Vitamine und Vitamin E sind in relevanten Mengen vorhanden. Dazu kommen noch Kalium, Magnesium, Phosphor und Eisen sowie verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe. Mehrere Studien zeigen, dass der Verzehr von Soja-Lebensmitteln sich positiv auf den Cholesterinspiegel und auf das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen auswirkt. Umstritten ist, ob die Isoflavone in der Bohne mit ihrer östrogenähnlichen Wirkung Brustkrebs vorbeugen. Manche Menschen fürchten auch, dass zu viel Soja die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigt oder bei Mädchen zu einer frühen Pubertät führt. Aus Japan, wo weitaus mehr Soja verzehrt wird als in Europa, sind solche negativen Wirkungen nicht bekannt.

Auf den Tisch kommt die Bohne nicht nur in verschiedensten Tofu-Zubereitungen: Es gibt Sojamilch, Sojasahne und Sojajoghurt, Desserts aus Soja oder Sojageschnetzeltes als Hackfleischersatz. Die Bohne kann man unreif geerntet garen, das heißt dann Edamame. Sie lässt sich aber auch keimen, zu Mehl oder Flocken verarbeiten oder mit Schoko überziehen. Und man kann die Bohne fermentieren. So entstehen Sojasoße, Miso oder Tempeh. Auch das gerne als Emulgator verwendete Lecithin wird überwiegend aus Sojabohnen hergestellt.

Von China nach Europa – eine Reise mit Hindernissen

Wegen ihrer Nährstoffe zählten die Chinesen Soja neben Reis, Weizen, Gerste und Hirse zu den fünf heiligen Pflanzen. Vermutlich wurde sie in China schon vor 5 000 Jahren gegessen. Von dort verbreiteten Händler, Soldaten und buddhistische Missionare die Bohne in weiten Teilen Asiens – und auch das Wissen um ihre Verarbeitung.

Doch davon wollten die Europäer nichts wissen, als im 18. Jahrhundert Forschungsreisende wie der Deutsche Engelbert Kaempfer voller Begeisterung über Soja berichteten. Die Bohne verbrachte die nächsten 150 Jahre als exotische Pflanze in botanischen Gärten. Lediglich Sojasoße importierten die Engländer und verarbeiteten sie zur Worcestersoße. Der österreichische Pflanzenbau-Professor Friedrich Haberlandt begann 1875 mit groß angelegten Anbauversuchen, die allerdings nach seinem Tod trotz guter Ergebnisse eingestellt wurden. Haberlandt lobte Soja als ideale Ergänzung zur stärkehaltigen Kartoffel.

Der Anfang: Soja als Butterersatz

Bei uns kam Soja zuerst in Form von Margarine auf den Tisch. Das war Anfang des 20. Jahrhunderts. Durch die Erfindung der Öl-Raffination in diesen Jahren konnte der Butterersatz günstig hergestellt werden und der Bedarf an Ölsaaten stieg. Britische und später auch deutsche Ölmühlen importierten Sojabohnen aus der chinesischen Mandschurei und pressten daraus Öl. Der übrig gebliebene eiweißreiche Presskuchen, der Sojaschrot, wurde zu Mehl, Milch oder Würze verarbeitet und vermarktet. Nach dem Ersten Weltkrieg boomte die Verarbeitung von Sojabohnen in Deutschland. Durch die Abtrennung von Lecithin aus dem Öl konnten die Ölmühlen ein weiteres wertvolles Sojaprodukt vermarkten. 1931 importierte Deutschland bereits mehr als eine Million Tonnen Sojabohnen. Die Nazis verlagerten im Zuge ihrer Autarkiebestrebungen den Sojaanbau in das befreundete Rumänien. Sie brauchten das nährstoffreiche Mehl als Proviant für die Wehrmacht. Nach dem Krieg stiegen die Ölmühlen bald wieder in die Soja-Verarbeitung ein. Seit dieser Zeit nahm auch die Nachfrage nach Sojaschrot als preiswertes Eiweißfutter für Schweine, Rinder und Geflügel stetig zu. 2015 importierte Deutschland 3,7 Millionen Tonnen Sojabohnen und 2,9 Millionen Tonnen Sojaschrot.

Dammbruch mit Folgen: Soja als Tierfutter

Nur der kleinste Teil davon kommt noch aus China. Heute ist Amerika das Land der Bohne. In den USA begannen Farmer in den 30er-Jahren mit dem Anbau und wurden bald zu den wichtigsten Sojaexporteuren. Ab den 70er-Jahren explodierte der Sojaanbau in Südamerika. Die USA, Brasilien und Argentinien sind die wichtigsten Sojalieferanten Deutschlands und der EU. Allein für die an deutsche Schweine, Hühner und Rinder verfütterten Mengen an Sojaschrot werden über zwei Millionen Hektar Land in Übersee benötigt, hat die Umweltorganisation WWF berechnet. Ganz Mecklenburg-Vorpommern wäre ein Soja-Feld – würden die Bohnen hier angebaut.

Doch das Soja für die Tiere wird in riesigen Monokulturen anderswo angebaut – mit dramatischen Folgen für Menschen und Umwelt, insbesondere in Lateinamerika. Die meisten dieser Bohnen sind gentechnisch manipuliert, sodass sie resistent gegen das Herbizid Glyphosat sind. Das Spritzmittel tötet alles Grün außer den Bohnen ab und wird deshalb in großen Mengen eingesetzt. Von Flugzeugen aus versprüht, regnet es auf die Menschen nieder, die rund um die Felder leben, belastet ihr Wasser und zerstört ihre Gesundheit. Die argentinische Ärzteorganisation Medicos de pueblos fumigados dokumentiert seit mehr als zehn Jahren die Gesundheitssituation in den ‚eingenebelten Dörfern’. „Wir haben deutlich mehr Fälle von Krebserkrankungen, Fruchtbarkeitsstörungen bis hin zu Missbildungen sowie Entwicklungsstörungen bei Kindern (Autismus) festgestellt“, heißt es in einem aktuellen Bericht der Ärzte.

Die Herausforderung: Regionales Bio-Soja

Auch in einem Bio-Ei oder Bio-Schnitzel kann Soja stecken, dann allerdings Bio-Soja. Und die Bedeutung ist bei Weitem nicht so groß wie in der konventionellen Landwirtschaft. Rund 40 000 Tonnen gentechnikfreies Bio-Soja importieren die deutschen Bio-Betriebe pro Jahr. Ein Viertel davon stammt aus China und wird vor allem in EU-Bio-Betrieben verfüttert. Betriebe, die den Anbauverbänden wie Bioland, Demeter und Naturland angehören, beziehen ihre Bohnen aus Europa, wobei Rumänien das wichtigste Lieferland ist. Immer mehr Bio-Landwirte bauen Soja fürs Vieh inzwischen selbst an oder versuchen mit anderen Eiweißpflanzen wie Lupinen, Importe zu ersetzen.

Auch die Bohnen für Bio-Tofu wachsen immer häufiger in Deutschland und den Nachbarländern. Ausgesät werden dabei besonders eiweißreiche Sorten, die sich zudem gut verarbeiten lassen. Mit besonderem Engagement treibt der Hersteller Lifefood die Züchtung von Sojabohnen voran, die mit unserem feucht-kalten Klima zurechtkommen. Denn am nachhaltigsten ist die Bio-Bohne von hier: regional, gentechnikfrei und ohne schädliche Pestizide wie Glyphosat.

Soja und die Gentechnik

83 Prozent der weltweit angebauten Sojabohnen sind gentechnisch verändert. In der EU ist der Anbau von Gentech-Soja derzeit verboten.

Soja in Zahlen

China steht auf Soja, die EU auch

Weltweit wurden in der Saison 2015/16 rund 313 Millionen Tonnen Sojabohnen geerntet. Davon wuchs ein Drittel in den USA. 96 und 56 Millionen Tonnen steuerten Brasilien und Argentinien bei. China, Paraguay, Indien und Kanada sind die nächstgrößeren Produzenten.

Wichtigster Sojakäufer ist China, das seine Importe in den letzten 15 Jahren von 4 auf 71 Millionen Tonnen steigerte. An zweiter Stelle liegt die EU mit 34 Millionen Tonnen Bohnen und Schrot. 

Vier Fünftel der weltweiten Sojaernte wird an Tiere verfüttert.

Soja - Nicht immer verträglich

Sojabohnen haben viel Gutes zu bieten: wertvolles Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe. Doch nicht alle Menschen vertragen die Hülsenfrucht. Die Eiweiße der Sojabohne können bei empfindlichen Menschen Allergien auslösen und müssen deshalb als Allergen deklariert werden. Betroffen sein können auch Menschen, die eigentlich auf Birkenpollen allergisch sind. Sogenannte Trypsin-Inhibitoren können die Verdauung stören. Das sind Pflanzenstoffe, die die Bohnen vor Fraßfeinden schützen sollen. Sie werden jedoch abgebaut, sobald man die Bohnen erhitzt.

Außerdem können Sojabohnen bei empfindlichen Menschen, wie andere Hülsenfrüchte auch, zu Blähungen führen.

Mehr zum Thema

www.sojafoerderring.de
Der Verein macht sich für den Soja-Anbau in Deutschland stark, seit 1980.

www.1000gaerten.de
Züchtungsinitiative für heimische Sojabohnen.

www.donausoja.org
Der Verband fördert den Anbau gentechnikfreier Sojabohnen in den Ländern entlang der Donau.

www.eiweissforum.de 
Initiative für nachhaltigere Eiweißfuttermittel.

www.soyinfocenter.com 
Alles über die Sojabohne und ihre Geschichte – allerdings auf Englisch<<


(Quelle: schrotundkorn.de)

Montag, 12. Dezember 2016

Rosmarinpolenta mit Champignon-Rahmsoße

Zutaten für 2 Personen:
- 150 g Polenta (Maisgrieß)
- 2 Zwiebeln
- 250 g Champignons
- 50 g Räuchertofu
- 600 ml Gemüsebrühe
- 150 ml Reissahne
- 1 1/2 EL Rosmarin
- 1 - 2 EL Petersilie
- Salz, Pfeffer, Muskat, Paprikapulver



Die Zwiebeln würfeln.
In einer Pfanne die Hälfte davon anbraten. Mit Brühe ablöschen und die Polenta untermischen.
Bei ca. mittlerer Hitze die Polenta ein paar Minuten köcheln lassen, dabei ständig umrühren.
Mit Rosmarin würzen.
Eine Form (z. B. Aufflaufform) mit Backpapier auslegen, die Polenta hinein geben und gleichmäßig verstreichen. Abkühlen und etwas fest werden lassen (wer nicht so viel Zeit hat, gibt die Form etwas in den Kühlschrank / Tiefkühler).

Räuchertofu würfeln, Champignons klein schneiden.
Die restlichen Zwiebelwürfel in einer Pfanne anbraten. Dann Räuchertofu mit dazu geben und ein paar Minuten gut anbraten. Zum Schluss die Champignons hinzufügen und ebenfalls braten.
Mit der Reissahne ablöschen und kurz köcheln lassen. Mit Petersilie, Salz, Pfeffer, Muskat und Paprikapulver abschmecken.

Die Polenta aus der Form nehmen, in Stücke schneiden und etwas erwärmen (Mikrowelle / Ofen / Pfanne). Auf Teller verteilen und die Champignon-Soße darüber geben.

Guten Appetit!


Tipp: Sollte die Soße nicht für alle Stücke reichen => etwas Hummus passt auch ganz gut dazu :-)


Freitag, 9. Dezember 2016

Weihnachten kommt dieses Jahr wieder ganz überraschend ;-)...

...und viele wissen vielleicht noch gar nicht, was sie dann kochen sollen...



Vielleicht sagt euch ja das eine oder andere Rezept dafür zu:

Bratwürste
Soja-Seitan-Frikadellen
- Seitanbraten
- Gefüllter Seitan-Rollbraten
- Hummus-Rouladen
- Rouladen in Bratensoße
- Linsenbraten
- Nussbraten
- Grünkernbraten
- Soja-Hackbraten
- Kichererbsenpastete

=> und dazu
- Kartoffelsalat
- Kartoffelsalat 2. Variante
- Krautsalat
- Cous-Cous-Kroketten
- Kartoffelwedges
- Süßkartoffel-Pommes
- Kartoffelbrei
- Kartoffelknödel
- Semmelknödel (mit Champignon-Räuchertofu-Soße)
- Rotkohl / Blaukraut
- Bratensoßen


Was ganz was anderes:
- Ofen-Weißkohl mit cremiger Zwiebelsoße und Kartoffelbrei
- Gefüllter Kürbis
- Gefüllte Kartoffeln
- Gefüllte Süßkartoffeln
- Gefüllte Kohlrabi auf Möhren-Hirse-Bett
Reis mit gefüllter roter Bete und Tomatensoße
- Kartoffelbällchen mit Belugalinsen und Rahmspinat
- Sauerkraut-Tofu-Körbchen
- Reisbällchen mit Zitronensoße

Was deftiges und wärmendes:
- Veganes Wurstgulasch
- Kartoffelgulasch
- Veganes Omelette
- Veganes Omelette (2. Variante)
- Käsespätzle
- Bratkartoffeln mit (Spitz-)Kohl
- Bratkartoffeln mit Räuchertofu
- Bratkartoffeln mit Brokkoli und Bohnen
- Knusperkartoffel-Pfanne
- Kartoffel-Sauerkraut-Pfanne
- Kichererbsen-Sauerkraut-Suppe
- Bohnen-Seitan-Eintopf
- Afrikanischer Süßkartoffeleintopf
- Pizzatopf
- Zwiebelsuppe
- Veganer "Shepard's pie"

Für Süßmäuler:
- Lebkuchen
- Apfelbrot
- Apfelstrudel
- Apfel-Bananen-Muffins
- Bananen-Haselnuss-Cookies
- Schokokuchen
- Walnuss-Eistorte


Wer jetzt dabei noch nicht fündig geworden ist, dem empfehle ich die Übersicht aller Rezepte auf diesem Blog :-).


Egal, was ihr auch essen werdet, ich wünsche euch einen guten Appetit - lasst es euch schmecken! :-)


Donnerstag, 8. Dezember 2016

Soja-Hackbraten

Zutaten für 1 Kastenform 30 cm
(3 - 4 Personen):
- 250 feines Sojagranulat
- 100 g Haferflocken
- 2 Brötchen (vom Vortag)
- 200 g Räuchertofu
- 1 Zwiebel
- 100 ml Gemüsebrühe
- 1 EL Sojasoße
- 2 EL Senf
- 1,5 EL Tomatenmark
- je 1/2 TL gem. Koriander, Kreuzkümmel, Ingwer gem.
- je 1 TL Majoran, Oregano, Thymian, Paprikapulver geräuchert, Liquid Smoke
- je 1/4 TL Fenchel gemahlen, Knoblauchgranulat
- 1,5 TL Paprikapulver edelsüß
- 1 Prise Cayennepfeffer / Chili
- Salz, Pfeffer

Das Sojagranulat in heißem Wasser ein paar Minuten einweichen lassen (evtl. mit Rauchsalz, geräuchertes Paprikapulver, Liquid smoke). Danach in ein großes Sieb geben und gut abtropfen lassen.
Brötchen würfeln, mit den Haferflocken mischen und die Gemüsebrühe dazu geben. Kurz durchkneten und alles ein paar Minuten ziehen lassen.
Zwiebel würfeln. Räuchertofu zerbröseln.
Alle Zutaten in eine Schüssel geben, vermischen und gut durchkneten, bis eine leicht klebrige und einigermaßen einheitliche Masse entstanden ist.
Eine Kastenform mit Backpapier auslegen und die Masse hinein geben (dabei gut andrücken).
Die Oberseite mit ein wenig Wasser einpinseln.
Im vorgeheizten Ofen bei 180° Ober-/ Unterhitze 1 Std. backen.

Dazu passen z. B. RotkohlKartoffelknödel / Semmelknödel und Bratensoße.

Guten Appetit!

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Dankbarkeit - 91


Die Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. - Ernst Ferstl
In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer - Celia Layton Thaxter
Dankbare Menschen entdecken überall Geschenke. - Hanno Nuhm

Mit Dankbarkeit wird man glücklicher, zufriedener, ist weniger gestresst und soll sogar besser schlafen - mehr als genug Gründe, öfter mal daran zu denken, für was wir alles dankbar sein können.

Deshalb werde ich euch hier regelmäßig mitteilen (ich versuche es zumindest ;-) ), wofür ich dankbar bin / die letzten Tage war.
Wer macht mit? :-) Hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder erstellt selbst einen Post dazu auf eurem Blog (wer die Liste nicht veröffentlichen will, kann auch ganz alleine für sich eine erstellen,
 z. B. regelmäßig in einem schönen Notizbuch).

Bei Karmindra und bei Ramona gibt es auch immer wieder eine Dankbarkeitsliste - schaut doch auch mal bei den beiden vorbei!





Ich bin dankbar...


-...dafür, dass ich anfangen "durfte", den Ausmal-Adventskalender auszumalen :-)




-...für einen schönen (Vor-)Mittag mit meinem Veggie und einem Freund zusammen.
Wir sind gemeinsam zum "Denn's Biomarkt" gefahren, da wir hin und wieder dort hingehen (ansonsten jede Woche zum ebl) und er mal mit wollte.
Nach dem Einkauf haben wir noch einen entspannten und leckeren Halt beim "Brezen Kolb" gemacht.



-...für den schönen Abend zu zweit beim "Restaurant Kaspar Hauser"

Diesmal nicht wie sonst immer Tomatensuppe und Pizza, sondern mal was ganz was anderes :-)

Sieht vielleicht komisch aus, war aber lecker: Fladenbrot und Spinat-Aufstrich als Vorspeise

Sieht vielleicht auch ein bisschen komisch aus - das Licht zum Fotografieren war nicht so gut - aber auch das war gar nicht so schlecht: Reis (außenrum Fladenbrot) und 6-Kräuter-Soße (auch mit Spinat)



-...dafür, dass die neue Ausgabe der "Happy way" im Briefkasten lag - ich freue mich ja immer soooooooooo wahnsinnig über das Heft :-)

Diesmal mit "Winter-Malbuch" - wieder perfekt für mich.... das muss allerdings noch warten, bis ich mit dem Adventskalender (s.o.) fertig bin ;-)



-...für Läufe im Wald (Nordic Walking) bei klarer, frischer Luft.


Dienstag, 6. Dezember 2016

Nicht für Aluminium ausrotten!



>>Fahrräder, Fenster und Verpackungen – Aluminium macht unser Leben leichter. Zugleich richtet es schweren Schaden in Regenwäldern an. In Ghana hat die Firma Exton Cubic Group eine Lizenz bekommen, Flächen für den Abbau von Bauxit zu verwüsten. Ausgerechnet im einzigartigen Tano Offin Forest. Bitten fordern Sie den Schutz der Wälder.<<


Montag, 5. Dezember 2016

Rote Bete-Kokos-Suppe

Zutaten für 3 - 4 Personen:
- 500 g vorgekochte rote Bete
- 200 g Kartoffeln mehlig kochend
- 1 Zwiebel
- 400 ml Gemüsebrühe
- 400 ml Kokosmilch
- 2 EL Limettensaft
- 1/2 TL Koriander gemahlen
- 1/2 TL Ingwer gemahlen
- Salz, Pfeffer




Das Gemüse würfeln.
In einem großen Topf die Zwiebeln anbraten. Kartoffeln dazu geben, kurz mitbraten und dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Abgedeckt bei geringer Hitze 15 min. köcheln lassen.
Rote Bete und Kokosmilch untermischen. Weitere 5 min. köcheln lassen.
Alles pürieren und danach mit Limettensaft, Koriander, Ingwer, Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Produkttipp

Für Tage, wenn mal keine Zeit / Lust zum kochen da ist - oder auch einfach nur so ;-):
 
"Pizza Pesto vegan" von Bio Inside

Ohne zugesetzten Zucker! :-)))))))))))))
Tipp: Unbedingt die Variante für den "weichen Boden" ausprobieren => schmeckt viel besser und der Käse schmilzt sooooo toll :-)


Ich mach's kurz: Unbedingt kaufen, schmeckt nämlich sehr lecker :-)


(erhältlich im Bioladen, z. B. ebl)


Mittwoch, 30. November 2016

Dankbarkeit - 90


Die Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. - Ernst Ferstl
In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer - Celia Layton Thaxter
Dankbare Menschen entdecken überall Geschenke. - Hanno Nuhm

Mit Dankbarkeit wird man glücklicher, zufriedener, ist weniger gestresst und soll sogar besser schlafen - mehr als genug Gründe, öfter mal daran zu denken, für was wir alles dankbar sein können.

Deshalb werde ich euch hier regelmäßig mitteilen (ich versuche es zumindest ;-) ), wofür ich dankbar bin / die letzten Tage war.
Wer macht mit? :-) Hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder erstellt selbst einen Post dazu auf eurem Blog.

Bei Karmindra und bei Ramona gibt es auch immer wieder eine Dankbarkeitsliste - schaut doch auch mal bei den beiden vorbei!





Ich bin dankbar...


-...für eine schöne Runde Nordic walking bei Sonnenschein
(natürlich mit meinen neuen Schuhen ;-) )



-...dafür, dass ich mir mal wieder die Zeit für ein Mandala genommen habe
(mein erstes auf meinem neuen Tisch im Stehen übrigens :-) ).
War schon soooooooo lang her, dass ich das letzte gemalt habe...




-...für schöne Spaziergänge zu zweit.



-...für einen Abend zu zweit beim "Tasty leaf".
Diesmal sind wir ganz entspannt mit der S-Bahn hingefahren - der Christkindlesmarkt hat ja eröffnet und Parkplätze sind jetzt nicht mehr so "selbstverständlich"... ;-)

Diesmal gab es leckere "Käsespätzle" für uns beide



-...dafür, dass ich was tolles für meinen Smoothie entdeckt habe: Selleriestangen und Kurkuma.
Statt 1 Hand Spinat kommt momentan 1 Selleriestange (mit Blättern) und zusätzlich ca. 1 TL Kurkuma (gemahlen) in meinen Smoothie - schmeckt lecker und ist noch dazu sehr gesund :-).



-...für die sehr netten Leute, die ich im Bioladen treffen durfte:
Momentan läuft dort ein Weihnachtsgewinnspiel - dafür kann man bei jedem Einkauf Aufkleber sammeln, die man in ein Sammelheft klebt und damit am Gewinnspiel teilnimmt.
2 liebe Leute wollten ihre Aufkleber nicht und haben sie mir geschenkt :-).



-...dafür, dass ich mit meinem Fahrradanhänger nicht nur mir, sondern auch immer wieder anderen Leuten eine Freude machen kann.... ein netter Herr war ganz fasziniert davon, dass ich damit den Wocheneinkauf transportiere und fand den Anhänger "klasse" :-)



-...für einen schönen Abend zusammen mit lieben Menschen :-)


Dienstag, 29. November 2016

Die ökologische Arche Noah im Pazifik retten

>>Das Makatea-Atoll in Französisch-Polynesien ist ein einzigartiges Naturparadies. Nun will ein australisches Unternehmen Phosphat auf der winzigen Insel mitten im Pazifik abbauen – zur Produktion von Dünger. Bitte unterstützen Sie die Einwohner von Makatea, die Katastrophe abzuwehren.<<

Und zwar mit einer Unterschrift hier: Rettet den Regenwald e.V.


Ein paar Bilder vom Makatea-Atoll 
(den Text müsst ihr nicht verstehen, die Bilder sollten ausreichen ;-) ):


Montag, 28. November 2016

Kichererbsenpastete

Zutaten für 2 - 4 Personen (je nach Beilage):
- 300 g Blätterteig
- 480 g gekochte Kichererbsen (192 g getr.)
- 1 Zwiebel
- 100 g Champignons
- 2 Brötchen
- 75 g Walnüsse
- 1 EL Hefeextrakt
- 1 EL Petersilie
- 50 ml Gemüsebrühe
- Salz, Pfeffer, Paprikapulver


Getrocknete Kichererbsen 8 - 12 Std. einweichen, danach 1 1/2 - 2 Std. köcheln lassen.

Zwiebel würfeln, Champignons klein schneiden. Beides in einer Pfanne anbraten und dann zur Seite stellen. Brötchen würfeln, Walnüsse grob hacken.

Die Kichererbsen zusammen mit den Brötchen, Walnüssen und dem Hefeextrakt in einem 
Mixer / Zerkleinerer pürieren / zerkleinern. Die angebratenen Zwiebeln und Champignons 
zusammen mit den restlichen Zutaten untermischen und gut verkneten.

Den Blätterteig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen (Blätterteig in Scheiben so aneinander legen, dass eine große Fläche entsteht). Die Kichererbsenmischung darauf geben (so dass es brotförmig aussieht), dabei rundherum etwas Platz lassen. Den Blätterteig über die Mischung einschlagen und gut schließen (evtl. die Ränder mit Wasser verkleben). Wer eine Blätterteigrolle benutzt, kann das Ganze dann mit der Naht nach unten auf das Backblech legen.
Die Oberseite mit Wasser bestreichen und kreuzförmig einschneiden.

Im vorgeheizten Ofen bei 200° Umluft ca. 25 - 30 min. backen.

Dazu passen z. B. Kartoffelknödel / Semmelknödel, Rotkohl und Bratensoße.

Guten Appetit!

Freitag, 25. November 2016

Aufgedeckt: Lebendrupf trotz Standards


>>Im Jahr 2012 veröffentlichte PETA Asia Videoaufnahmen, die Arbeiter dabei zeigen, wie sie Gänsen bei lebendigem Leib die Daunen und Federn aus der Haut reißen. In den darauffolgenden Jahren verloren viele Konsumenten das Vertrauen in die daunenverarbeitende Industrie, die daraufhin Standards wie den „Responsible Down Standard“ (RDS) und die „Non Live-Plucked Products Guarantee“ (NLPPG) entwickelten. Diese sollen sicherstellen, dass Daunen nicht aus Lebendrupf stammen. Ermittlern von PETA USA und PETA Asia gelang es nun erneut, Lebendrupf auf chinesischen Gänsefarmen zu dokumentieren. Die besuchten Farmen stehen in Verbindung mit RDS- und NLPPG-zertifizierten Lieferanten der Unternehmen Lands’ End, Eddie Bauer und Hollander Sleep Products. Die Aufnahmen zeigen, wie Arbeiter Gänsen bei vollem Bewusstsein die Federn ausreißen, sodass die blutenden Tiere vor Schmerzen schreien. Sie zeigen gravierende Tierquälerei, die die Effizienz der Standards stark infrage stellt.<<

Bitte unterschreibt die Petition von Peta, um Daunen aus dem Handel zu verbannen!


Donnerstag, 24. November 2016

Nudeln mit Sahne-Spitzkohl

Zutaten für 2 - 3 Personen:
- 300 - 450 g Nudeln
- 1 Spitzkohl
- 1 EL Mehl
- 150 ml Reissahne
- 150 ml Sojamilch
- 1 EL Senf
- Salz, Pfeffer






Die Nudeln nach Packungsanleitung kochen.

Den Spitzkohl in Streifen schneiden und in einer Pfanne ein paar Minuten anbraten,
bis er zusammen gefallen ist.

In einem Topf das Mehl bei mittlerer - hoher Hitze rösten, bis es zu duften beginnt. Mit dem Schneebesen umrühren und die Sahne zusammen mit der Milch nach und nach dazu geben.
Danach Senf, Salz und Pfeffer unterrühren. Den Spitzkohl untermischen und evtl. noch etwas erwärmen lassen.

Guten Appetit!

Mittwoch, 23. November 2016

Dankbarkeit - 89


Die Dankbarkeit ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. - Ernst Ferstl
In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer - Celia Layton Thaxter
Dankbare Menschen entdecken überall Geschenke. - Hanno Nuhm

Mit Dankbarkeit wird man glücklicher, zufriedener, ist weniger gestresst und soll sogar besser schlafen - mehr als genug Gründe, öfter mal daran zu denken, für was wir alles dankbar sein können.

Deshalb werde ich euch hier regelmäßig mitteilen (ich versuche es zumindest ;-) ), wofür ich dankbar bin / die letzten Tage war.
Wer macht mit? :-) Hinterlasst mir gerne einen Kommentar oder erstellt selbst einen Post dazu auf eurem Blog.

Bei Karmindra und bei Ramona gibt es auch immer wieder eine Dankbarkeitsliste - schaut doch auch mal bei den beiden vorbei!





Ich bin dankbar...


-...für meine neuen Barfuß-Schuhe.

Meine alten Schuhe von "Merrell" haben leider nach 1,5 Jahren den Geist aufgegeben
(an beiden Schuhen Löcher an der Seite).
Bei "Merrell" wurde ich nicht mehr fündig - momentan gibt es irgendwie weniger Barfuß-Schuhe im Angebot... und das was es gibt, habe ich entweder schon einmal probiert und für schlecht befunden oder der "Mittelfuß" ist verstärkt / leicht gewölbt, so dass es dann auch nicht mehr so wirklich Barfuß-Feeling ist. Die selben Schuhe wie davor wollte ich aber auch nicht noch einmal, da diese zwar gut sind, aber - wie ich finde - jetzt auch nicht sooooo besonders, dass es mir der Preis noch einmal wert wäre (ganz im Gegensatz zu meinen Leguanos, die sind zwar auch nicht gerade billig, aber die sind es definitiv wert - und halten noch dazu länger!).

Bei meiner Suche nach anderen Barfuß-Schuhen für meinen Zweck (hauptsächlich Nordic walking im Wald, am besten mit Socken, damit ich auch in der kälteren Jahreszeit was davon habe) bin ich über die Firma "Ballop" gestolpert.

Die Schuhe tragen sich wirklich sehr gut, einzig daran, dass ich gefühlt weniger Halt in diesen Schuhen habe (da ohne Schnürsenkel, die ich bei den vorherigen immer ziemlich fest gezogen habe), musste ich mich gewöhnen ;-).
Im offiziellen "Ballop-Shop" könnt ihr euch über die verschiedenen Einsatzzwecke informieren (je nachdem, für was ihr sie benötigt) - ansonsten bietet auch noch der Artikel von "McTrek" eine grobe Einteilung.
Die Größen sind allerdings etwas verwirrend - mit Bewertungen kommt man da auch nicht weit, weil manche sagen, die sind zu groß, andere wiederum sagen, die fallen klein aus.
Ich würde sagen, wenn ihr sie genauso tragen wollt wie ich, also mit Socken, empfehle ich euch, eure Füße abzumessen und 10 mm größer zu bestellen (wer sie ohne Socken tragen möchte evtl. noch zusätzlich eine Größe kleiner, also in Fußlänge, probieren).
Ohne Socken können die Schuhe an der Ferse etwas reiben, was sich allerdings mit der Zeit geben soll - zumindest lt. Bewertungen, die ich gelesen habe.

"Ballop Patrol black" - das sind die Besten für mein Einsatzgebiet...leider gibt's die nicht so schön bunt wie andere Versionen - aber schwarz passt zumindest zu allem ;-)



-...für ein entspanntes Basenbad mit "Krishna Das" im Hintergrund :-)



-...dafür, dass wir uns leckere Pizza geholt haben :-)



-...dafür, dass mein Veggie und ich jetzt schon 14 Jahre zusammen sind 
(davon 4 Jahre verheiratet) - und das immer noch glücklich :-) 
♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡♡


Dienstag, 22. November 2016

Vegan unterwegs

Wo gibt es leckere vegane Pizza mit veganem KÄSE (+BBQ-Soße) IM RAND??
Und wo gibt es vegane Meter-Pizza??

Gibt's nicht? Doch! Hier:

"Pizza Main Avenue" in Fürth

Eine kleine Möglichkeit zum Sitzen gibt es dort auch, ansonsten kann man sich die Pizzen liefern lassen (über Lieferando oder Lieferheld) oder abholen.

Eine große Pizza (damit man auch am nächsten Tag noch was davon hat ;-) )
mit Champignons, Brokkoli, Spinat, veganem Käse. 
Zusätzlich dazu veganer Käse und BBQ-Soße im Rand!
War schon sehr gut - mein Veggie und ich sind uns aber einig, dass die Pizza am nächsten Tag sogar noch besser schmeckt :-D (für meinen Veggie kalt, für mich nochmal aufgewärmt)


Schon mal vorab: Rechtschreibung ist nicht so ihr Ding, aber Hauptsache die Pizza ist gut :-D ;-)






Also wenn der nächste Pizza-Hunger kommt, macht euch auf nach Fürth - oder anrufen / bei Lieferando oder Lieferheld bestellen und liefern lassen!


Pizza Main Avenue
Schwabacher Str. 111
90763 Fürth
Tel.: 0911/13263510
Online-Bestellung: Lieferando / Lieferheld


Montag, 21. November 2016

Grünkernbraten

Zutaten für 1 Kastenform 30 cm (3 - 4 Personen):
- 300 g Grünkernschrot
- 100 g Champignons
- 2 Zwiebeln
- 100 g gemahlene Haselnüsse
- 450 ml Gemüsebrühe
- 1 Lorbeerblatt
- 1 EL Sojasoße
- 3 EL Tomatenmark
- 1 EL Senf
- 1 Prise Cayennepfeffer / Chili
- 1 TL Paprikapulver
- 1 TL Majoran
- 1 TL Thymian
- 1 EL Kräuter der Provence
- 1 EL Petersilie
- Ei-Ersatz für 3 Eier (z. B. 3Pauly)
- Salz, Pfeffer

Den Grünkernschrot in der Gemüsebrühe (mit Lorbeerblatt) ca. 10 min. abgedeckt bei geringer Hitze köcheln lassen (zwischendurch umrühren). Lorbeerblatt entfernen und ca. 30 min. quellen lassen.
Champignons und Zwiebeln klein schneiden und in einer Pfanne anbraten.
Das gekochte Schrot zusammen mit den angebraten Zwiebeln, Champignons und dem Rest vermischen. Gut durchkneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist.
Die Kastenform mit Backpapier auslegen und alles hineingeben, dabei fest andrücken (damit der Braten nicht so leicht zerfällt).
Im vorgeheizten Backofen bei 180° Ober- / Unterhitze ca. 1 Stunde backen.
Danach am besten abkühlen und über Nacht im Kühlschrank durchkühlen lassen (so wird der Braten schnittfester - er wird aber nicht komplett fest, sondern bleibt dennoch "weich").
Dazu passen z. B. Rotkohl, Kartoffelknödel / Semmelknödel und Bratensoße (den Braten einfach am nächsten Tag in Scheiben schneiden und in der Soße vorsichtig erwärmen).

Guten Appetit!

Donnerstag, 17. November 2016

Der faire Unterschied


>>Bio und Fair sind Geschwister: Gezeugt vom Geist der 68er-Jahre, der die Welt ökologischer und gerechter machen wollte. Zusammen sind sie groß geworden, die eine in den Bio-Läden, die andere in Eine-Welt-Läden und Aktionsgruppen. Von dort haben sie sich aufgemacht in die weite Welt des Konsums. Heute stehen Bio und Fair in jedem Supermarkt und Discounter. Doch zu Hause sind sie dort nicht.

Bio-Lebensmittel kommen in Supermärkten und Discountern im Schnitt auf einen Marktanteil von drei Prozent. Ähnlich gering ist der Anteil von Fair- Trade-Tee und -Kaffee in ihrer Warengruppe. Anders gesagt: In konventionellen Supermärkten und Discountern sind 97 Prozent des Angebots weder bio noch fair – dafür aber oft sehr billig. Die Folgen davon tragen deutsche Milchbauern ebenso wie Kakaoerzeuger in Ghana oder die Arbeiter auf Ananas-Plantagen in Costa Rica. Gezielt nutzen manche Handelsketten die wenigen bio-fairen Produkte im Regal, um von den Schäden abzulenken, die sie mit dem Großteil ihres Sortiments und mit der Art und Weise ihres Handelns anrichten. Greenwashing nennt man das.

Gelebte Überzeugung

In Naturkostläden gibt es Bio-Lebensmittel nicht in geringen Mengen, um das Image aufzupolieren. Ihre Betreiber sind von Bio überzeugt und leben das in ihrem Ladenalltag. Auch fair gelabelte Lebensmittel finden sich dort, allerdings nicht so viele wie man unter Geschwistern vielleicht erwarten würde. Doch das lässt sich einfach erklären. Als die ersten Bio-Pioniere in den 80er-Jahren begannen, nach Produkten aus den Ländern des Südens in Bio-Qualität zu suchen, gab es zwar schon einige Fairhandels-Projekte, bei ihnen stand jedoch ein gerechtes Einkommen für die Kleinbauern an erster Stelle. Bio spielte im fairen Handel damals keine große Rolle – auch wenn das heute anders ist und über 70 Prozent der Fair-Trade-zertifizierten Lebensmittel aus Bio-Anbau stammen.

Aus der Not machten die Bio-Hersteller damals eine Tugend und bauten selbst Projekte auf. Sie kümmerten sich um Beratung und Zertifizierung ihrer Lieferanten, um die Qualität der Produkte und setzten nebenbei ihre Ansprüche an einen fairen und gerechten Handel um – ganz ohne Zertifizierung. Daraus entwickelten sich bei einigen traditionellen Naturkostherstellern langfristige Partnerschaften, in denen sie sich auch stark sozial engagieren, ohne dies groß nach außen zu tragen. Einzig Rapunzel hat mit seinen Hand-in-Hand-Kriterien ein eigenes, von externen Kontrolleuren zertifiziertes Fairhandelssystem geschaffen und kommuniziert das über ein eigenes Logo.

Ohne eine solche Zertifizierung müssen die Kunden den Fairhandels-Aussagen eines Herstellers schlicht vertrauen – oder nachfragen, wie er die einschlägigen Kriterien des fairen Handels umsetzt. Dazu zählen langfristige, transparente und partnerschaftliche Handelsbeziehungen ohne Zwischenhändler. Nur wer direkt bei den Erzeugern einkauft und sie regelmäßig besucht, lernt die Verhältnisse vor Ort kennen. Und ohne Zwischenhändler bleibt den Bauern mehr Geld.

Gezahlt werden im fairen Handel Preise, die die Produktions- und Lebenshaltungskosten der Bauern decken. Idealerweise werden sie auf Augenhöhe und einvernehmlich ausgehandelt, ohne auf das kurzfristige Auf und Ab der Rohstoffbörsen zu schielen. Für einige Standardprodukte wie Kaffee, Kakaobohnen und Bananen hat die Internationale Fair-Trade-Organisation FLO Mindestpreise festgelegt. Sie gelten allgemein als unterste Grenze dessen, was – auch ohne Siegel – als fairer Preis anzusehen ist. Üblich sind im fairen Handel auch Zuschläge, meist in der Höhe von 10 bis 15 Prozent des vereinbarten Preises. Sie fließen in Projekte vor Ort, die von der dortigen Gemeinschaft beschlossen werden. Das kann ebenso ein Brunnen wie ein Gesundheitszentrum, eine Schule oder eine ordentliche Lagerhalle sein.

Der faire Handel stärkt die Rechte der Kleinbauern und Arbeiter, unterstützt sie bei der Qualifizierung und fördert den Umweltschutz. Deshalb sind existenzsichernde Löhne auf den Plantagen genauso Thema wie Kranken- und Sozialversicherung, ordentliche Arbeitsverträge und Gewerkschaftsfreiheit. Bildungs- und politische Kampagnenarbeit, um die Regeln des Welthandels gerechter zu gestalten, sind ein weiterer wichtiger Bestandteil des fairen Handels.

Der Verbraucher sollte sich informieren, was „fair“ bei einem Produkt bedeutet. Nachfragen ist wichtig, weil Begriffe wie fair und nachhaltig auch in der Bio-Branche schnell mal auf der Verpackung stehen. Das gilt besonders bei Unternehmen, die Bio nur nebenbei machen, ansonsten aber auf dem konventionellen Markt mit ihren wenig fairen Gepflogenheiten zu Hause sind.

Nicht jedes Logo ist fair

Doch auch bei manchen der im Handel üblichen Fair-Nachhaltigkeits-Siegel ist Nachhaken angesagt. Denn sie setzen unterschiedliche Schwerpunkte und haben deshalb verschiedene Kriterien, nach denen sie Erzeuger zertifizieren. So steht beim wichtigsten Logo, dem Fairtrade-Siegel, der faire Handel im Vordergrund, während der Bio-Anbau zwar gefördert, aber nicht gefordert wird. Der Fairtrade-Kakao, den große Schoko-Konzerne wie Ferrero oder Mars seit Kurzem kaufen, stammt etwa komplett aus konventionellem Anbau. Die Rainforest Alliance legt den Schwerpunkt auf den Schutz des Regenwaldes und darauf, konventionelle Plantagen zu einem etwas umweltverträglicheren Anbau zu bewegen. Die niederländische Organisation Utz Certified setzt stark auf die Qualifikation und Ausbildung der Erzeuger. Sie sollen nachhaltig arbeiten, hochwertigere Ware produzieren und so mehr Geld verdienen. Rainforest Alliance und Utz legen keinen großen Wert auf Bio-Anbau, sondern zielen auf den konventionellen Massenmarkt, den sie nachhaltiger machen wollen. Stiftung Warentest hat im Frühjahr Nachhaltigkeitssiegel unter die Lupe genommen. Sie attestierte dem Fairtrade-Siegel ebenso wie dem Hand-in-Hand-Logo von Rapunzel eine hohe Aussagekraft.

Die beiden im konventionellen Handel häufigen Siegel von Rainforest Alliance und Utz Certified schnitten hingegen weniger gut ab. Die Tester bemängelten fehlende Mindestpreise und wenig anspruchsvolle Kriterien. Testsieger war Naturland Fair. „Starke ökologische und sehr starke soziale Ausrichtung“, lobte die Stiftung Warentest das Siegel.

Flores Farm: Aktive Förderung von Kleinbauern

Jochen Wolf ist Geschäftsführer von Flores Farm und versteht sich als Brückenbauer zwischen Süd und Nord.
2005 stießen Jochen Wolf und Martin Steckdaub auf der indonesischen Insel Flores zufällig auf ein Bio-Cashewkern-Projekt. 560 Kleinbauern, tolle Kerne und keine Abnehmer. Kurz entschlossen kauften sie 60 Tonnen Nüsse und waren plötzlich Naturkosthersteller. „Weil wir von einem Projekt nicht leben konnten, machten wir uns auf die Suche nach besonderen Nüssen und Trockenfrüchten“, erzählt Jochen Wolf. In Peru bauten sie eine kleinbäuerliche Produktion von Bio-Physalis auf. „Das stand manchmal auf Messers Schneide, aber inzwischen steht unser Partner AgroAndino auf eigenen Füßen.“  Mittlerweile hat Flores Farm sechs solcher Projekte initiiert. Das Unternehmen unterstützt die Kleinbauern, baut die Verarbeitung auf oder finanziert die Bio-Zertifizierung. Noch kommt es ohne Fairhandels-Logo aus. Doch in einer Masterarbeit lässt Flores Farm erheben, „wie unsere Kunden die vielen Fair- Siegel bewerten und was sie von uns erwarten. Wir wollen wissen, wie wir unsere Arbeit am besten transparent machen.“

Dr. Goerg: Engagiert für Bauern und Kinder auf den Philippinen

Manfred Görg ist Geschäftsführer des Kokos-Spezialisten Dr. Goerg. Die Nüsse bezieht er von philippinischen Kleinbauern.
Als Manfred Görg vor über zehn Jahren nach Lieferanten für seine damals geplanten Kokosprodukte suchte, machte ihn ein Freund, der dort lebt, auf die Philippinen aufmerksam. „Ich war direkt begeistert von der Kultur und Mentalität, der Herzlichkeit und Offenheit der Bevölkerung.“ Gemeinsam mit philippinischen Geschäftspartnern baute Manfred Görg dann ein Kokosnussprojekt auf. „Ein in diesem Projekt arbeitender Kokosbauer verdient etwa 400 bis 500 US-Dollar pro Monat“, sagt er und fügt hinzu, dass dies mehr als dreimal so viel sei wie bei zertifizierten Fairhandelsprojekten in Sri Lanka. „Wir kaufen kein Fair Trade – wir leben Fair Trade.“ Deshalb stattete das Unternehmen die beliefernden Kleinbauern mit 10 000 Kokospalmensetzlingen aus. Seit Jahren unterstützt Dr. Goerg auch das Hospicio de San José, eine der großen Sozialstationen in der Hauptstadt Manila. „Damit diese Hilfe ohne Umwege bei denen ankommt, die sie brauchen, verzichten wir bewusst auf kostenintensive Zertifizierungen.“

Oxfam-Bericht über Plantagen: Süße Früchte, bittere Erkenntnisse

Die Entwicklungsorganisation Oxfam hat Plantagen in Costa Rica und Ecuador überprüft, auf denen für deutsche Handelsketten Ananas und Bananen produziert werden. Sie berichtet von Arbeitern, die weniger als den gesetzlichen Mindestlohn erhalten, und vom rücksichtslosen Einsatz giftiger Pestizide. Dabei waren zahlreiche Plantagen von Rainforest Alliance zertifiziert worden.

Das Logo der Rainforest Alliance – ein grüner Frosch – prangt auf konventionellen Produkten wie Kaffee, Kakao oder Tropenfrüchten. Es verspricht einen nachhaltigen Anbau und strenge Sozialkriterien.

„Unsere Recherchen vor Ort belegen, dass hierdurch die größten Probleme wie die Belastung durch Pestizide und die Verletzung von Arbeitsrechten nicht gelöst werden“, kritisiert Oxfam die Zertifizierung der Rainforest Alliance.

In einer ersten Stellungnahme schrieb Rainforest Alliance, dass kurzfristig eingeleitete Ermittlungen „die Anschuldigungen durch Oxfam nicht bestätigen“ konnten. Oxfam konterte, man habe anders als Rainforest Alliance bei den Recherchen Gewerkschaften und Arbeiter einbezogen. Nun wollen beide Organisationen zusammen „die arbeitsrechtliche Situation und die Lage des Umweltschutzes auf Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen“ überprüfen.

Oxfam und Rainforest Alliance sind sich darin einig, dass „nicht alle Probleme schnell bzw. ausschließlich durch Zertifizierungen behoben werden“ können, weil sie systemischer Natur seien. „Während Supermarktketten gegenüber Lieferanten Preise drücken und Kosten senken, brüsten sie sich vor Verbraucher/innen mit immer mehr Nachhaltigkeitssiegeln“, so Franziska Humbert von Oxfam.<<


(Quelle: schrotundkorn.de)

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