Donnerstag, 31. Januar 2013

Gefüllte Zucchini

Zutaten für 2 - 3 Personen:
- 4 kleine (!) Zucchini
- 150 g Amaranth
- 1 Zwiebel
- 120 g Räuchertofu
- 100 g Tomatenmark
- 1 TL Agavendicksaft
- 50 g weißes Mandelmus
- 2 TL Zitronensaft
- Salz, Pfeffer



Amaranth nach Packungsanleitung zubereiten.
Zucchini längs halbieren und das Innere mit einem Teelöffel herausschaben
(-> kann entweder klein geschnitten in die Füllung gegeben oder anderweitig verwendet werden).
Zwiebel und Tofu würfeln. Tofu kurz anbraten, Zwiebel dazu geben und mit anbraten.
Amaranth, Tomatenmark und Agavendicksaft einrühren. Gut salzen und pfeffern.
Mandelmus, Zitronensaft und etwas Wasser mischen, kräftig salzen.
Backofen auf 250° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Die Zucchini auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen,
mit der Amaranthmischung füllen und die Mandelcreme oben drauf geben.
Im Ofen für ca. 10 min. backen.

Guten Appetit!

Mittwoch, 30. Januar 2013

Gentechnik-Kurznachrichten

Gute Nachrichten:
Der Agrochemiekonzern BASF hat angekündigt, die Zulassungsanträge für drei gentechnisch veränderte Kartoffelsorten zurückzuziehen. Begründet wurde die Entscheidung mit der politischen Lage und mit möglichen Gegen-Aktionen kritischer Gruppierungen. Die geplanten wissenschaftlichen Freisetzungen, z.B. in Rheinland-Pfalz und in den Niederlanden, würden ebenfalls nicht stattfinden, erklärte ein Pressesprecher gegenüber dem Infodienst.
Betroffen sind die Gentechnik-Kartoffeln namens Fortuna, Modena und Amadea. In einer heutigen Pressemitteilung heißt es, die Anbau- und Freisetzungsanträge würden gestoppt, „da weitere Investitionen aufgrund der Unwägbarkeiten im regulatorischen Umfeld und drohender Feldzerstörungen nicht gerechtfertigt werden können.“
Außerdem hat BASF in den USA auch die Forschung an einem gentechnisch veränderten Futtermais, dem bestimmte Aminosäuren beigefügt wurden, eingestellt. Ein Sprecher begründete dies mit der „Marktsituation“ vorort. Sechs Standorte würden dort geschlossen, 40 Arbeitsplätze abgebaut.

Montag, 28. Januar 2013

Ein Appell an Vernunft und Mitgefühl

Gentechnik-Kurznachrichten

Anfang Januar hat Polen den Anbau der gentechnisch veränderten BASF-Kartoffel „Amflora“ im Land untersagt. Begründet wurde das Verbot mit der Gefahr zunehmender Antibiotika-Resistenz. Die Gentech-Kartoffel besitzt ein entsprechendes Gen und könnte dies übertragen, wodurch Medikamente ihre Wirksamkeit verlören. Eine Reihe anderer EU-Staaten hat die Knolle ebenfalls aus dem Verkehr gezogen. Deutschlands Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) will aber alles beim Alten lassen.
Die Gründe für das polnische Anbauverbot seien allesamt bekannt, neue wissenschaftliche Erkenntnisse lägen nicht vor, erklärt Aigners parlamentarischer Staatssekretär Gerd Müller in einem Schreiben an die Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann (Die Linke). „Die Bundesregierung sieht deshalb gegenwärtig keinen Anlass, den Anbau der Kartoffel Amflora in Deutschland zu untersagen.“
Tackmann kritisierte diese Haltung: „Was in Polen gefährlich ist, kann Bundesministerin Aigner nicht ignorieren.“ Diese müsse den Amflora-Anbau deshalb ebenfalls untersagen und sich auf europäischer Ebene für das Recht auf solche einzelstaatliche Verbote engagieren. Über diese Kompetenz streiten EU-Kommission und nationale Regierungen seit über zwei Jahren. Kürzlich hat der neue Verbraucherkommissar Tonio Borg angekündigt, die Verhandlungen darüber bald wieder aufnehmen zu wollen.
Zusammen mit Frankreich und Großbritannien verhinderte Deutschland letztes Jahr eine Einigung, da die Stellung der Länder dadurch geschwächt worden wäre. Ein auch von Umwelt- und Landwirtschaftsorganisationen unterstützter Gesetzentwurf von EU-Parlamentariern hatte sich zuvor aber nicht durchsetzen können – unter anderem wegen mangelnder Unterstützung der Bundesregierung, kritisierten die Verbände.

Freitag, 25. Januar 2013

Zitat des Tages

"Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: 'Nein!'" - Kurt Tucholsky

Zucchini-Bolognese-Lasagne

Zutaten für 2 Personen:
- 2 große Zucchini
- 400 g Naturtofu
- 2 große Möhren
- 1 Zwiebel
- 150 ml roter Traubensaft
- 200 g Tomatenmark
- 30 g weißes Mandelmus
- ca. 10 - 20 ml Wasser
- 1 EL Oregano
- 1 - 2 EL Basilikum
- Salz, Pfeffer

Zucchini mit einem Hobel in Scheiben schneiden (insgesamt werden ca. 20 - 24 Scheiben benötigt). Tofu (evtl. mit einer Gabel) zerbröseln. Zwiebel und Möhren fein würfeln.
Mandelmus mit Wasser mischen, salzen und pfeffern.
In einer Pfanne den Tofu ca. 3 min. anbraten. Zwiebel- und Möhrenwürfel dazu geben, kurz mit anbraten. Tomatenmark und Oregano einrühren.
Traubensaft zugießen und ein paar Sekunden einkochen lassen.
Danach die Pfanne vom Herd nehmen, den Basilikum untermischen und mit Salz & Pfeffer würzen.
Ergibt 2 Teller - je Teller 1 Lasagne:
Auf ofenfeste Teller / flache Ofenformen 2 Zucchinischeiben leicht überlappend legen.
2 EL Bolognese-Füllung darauf verteilen. Mit Zucchini und Füllung weiterschichten, bis die Zutaten verbraucht sind. Zum Schluss die Mandelcreme darauf verteilen.
Im Backofen bei 250° (Ober-/Unterhitze) 5 min. backen.

Guten Appetit!

Mittwoch, 23. Januar 2013

Wie schnell die Zeit vergeht...

Stand heute:
- 6 Monate vegetarisch (mittlerweile zu 85% vegan)
- Biokäuferin seit schätzungsweise 1 Jahr (99% des Gesamteinkaufes nur noch im Bioladen)
- 4 Follower auf meinem Blog (willkommen!!)

Was sich seitdem verändert hat:
- besseres Hautbild
- früher hatte ich schnell nachfettende Haare -> jetzt sind diese kaum noch fettig (und fester?)
- keine trockenen, rissigen Handrücken mehr (was vorher besonders im Winter vorkam)
- festere Fingernägel (früher hatte ich weiche und leicht brüchige Nägel)
- viel bessere Verdauung
- ich weiß jetzt besser darüber bescheid, was ich esse und vor allem was ich NICHT esse
- ich kenne mich viel besser mit Vitaminen, Mineralstoffen usw. aus
- meine Ernährung ist viel abwechslungsreicher geworden
- ich habe viele neue Lebensmittel kennen gelernt und alte neu entdeckt
- ich habe die Freude am Kochen / Backen und am immer wieder Neues ausprobieren gefunden
- meine vorher schon vorhandene Tierliebe erstreckt sich nun auf (nahezu) alle Tiere
  und nicht nur auf "Ausgewählte"
- ich bin insgesamt glücklicher / ausgeglichener, da ich weiß, ich tue den Tieren, der Umwelt
  und mir etwas Gutes

Habt ihr eure Ernährung auch umgestellt?
Welche Erfahrung habt ihr damit gemacht / welche Veränderungen haben sich ergeben?


Gentechnik-Kurznachrichten

In Baden-Württemberg wurde erneut gentechnisch veränderter Raps in Senf gefunden. Zwei von elf Proben scharfen Senfs enthielten Spuren des GT73-Raps des Agrochemiekonzerns Monsanto, teilte das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg gestern mit. Als mögliche Ursache der Verunreinigung werden braune Senfsamen aus Kanada angegeben. In dem nordamerikanischen Land wird überwiegend Gentechnik-Raps angebaut.
Auch in den letzten Jahren hatten baden-württembergische Behörden Spuren von gentechnisch verändertem Raps in Senfproben festgestellt. Seit 2009 wurden insgesamt 97 Proben untersucht, neun davon waren positiv. Meist handelte es sich um den herbizidresistenten GT73. Der Monsanto-Raps kann in der EU zwar als Futtermittel oder raffiniertes Öl verwendet werden, nicht jedoch im Senf als Lebensmittel. Der gentechnisch verunreinigte Senf darf deshalb nicht verkauft werden. Darauf wies gestern auch Verbraucherschutzminister Alexander Bonde (Grüne) hin und fügte hinzu: „Das entspricht auch dem Empfinden der Verbraucherinnen und Verbraucher, die keinerlei Gentechnik auf dem Teller haben wollen – egal wie diese in die Produkte gelangt ist.“
Sein Ministerium habe Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) gebeten, das Thema mit den Verbänden der Lebensmittelwirtschaft zu besprechen, um künftige Verunreinigungen auszuschließen, teilte Bonde mit. Nach Angaben eines Pressesprechers gegenüber dem Infodienst wurden außerdem die zuständigen Behörden der Bundesländer benachrichtigt, in denen die betroffenen Senf-Hersteller ihren Sitz haben. Diese müssten über weitere Schritte, beispielsweise einen Rückruf der Produkte, entscheiden. Namentlich könnten die Unternehmen erst nach Durchlauf eines Anhörungsprozesses genannt werden.

Sonntag, 20. Januar 2013

Das kurze Leben von Ferkel 0146

Ich habe einen traurigen, erschreckenden... Artikel über Massentierhaltung auf stern.de gefunden:

"Sechs Monate lang haben stern-Reporter ein Mastschwein begleitet. Von der Geburt im Stall bis zum Tod im Schlachthof - und darüber hinaus: Die Geschichte eines Schnitzels."

Blut tropft auf den Gitterrost. Der Bauer greift tief rein in die Sau - kommt da noch was? Auf einmal gucken kleine Klauen hervor, der Bauer zieht. "Hoffentlich bin ich nicht zu spät, das sah so blau aus", sagt er.
Heute ist Ferkeltag im Stall von Bauer Pulvermann. Alle Sauen werden zur selben Zeit besamt, deshalb "ferkeln" sie auch zur selben Zeit. Drei Monate, drei Wochen und drei Tage dauert die Schwangerschaft, "So'n Schwein funktioniert wie ein Uhrwerk", sagt Dieter Pulvermann.
Die Sau schnauft schwer. Ein tiefes langes Grunzen, dann glitscht es aus ihr heraus, es quiekt. Das schleimige Ferkelkind verheddert sich in der Nabelschnur und fällt auf die Schnauze. Kurz öffnet es seine schwarzblauen Augen, dann stakst es los - da ist die Zitze. Schauer laufen ihm über den blassrosa Rücken, aber es saugt, kräftig und entschieden.

Das ist das Schwein, das wir sechs Monate begleiten werden, bis zum Tod. Wir nennen es nicht "Grunzi", bestimmt nicht "Babe". Keine Sentimentalitäten bitte. Denn dies ist die Geschichte eines Schnitzels. Geboren, um zu sterben. Produziert wie eine Alufelge oder eine Steckdose. Ein Gebrauchsgegenstand, und so liest sich auch sein Name: 0146. Das ist die Nummer des Stalls. 1,5 Kilo wiegt das Ferkel nach der Geburt. Noch 118,5 Kilo bis zum Schlachtgewicht. Ein Schweineleben.

Am ersten Morgen kommt der Ringelschwanz ab. Das Kupiereisen dampft, es riecht nach verbranntem Fleisch. Ferkel 0146 quietscht schrill und zappelt mit den Beinen. Anschließend werden die Eckzähne mit einer rotierenden Maschine abgeschliffen. Damit die Tiere sich nicht gegenseitig verletzen, sagt Valentina. Die Russlanddeutsche ist die einzige Angestellte auf dem Hof, zuständig für 4000 Tiere: 250 Säue und 3750 Mastschweine. Immer weniger Menschen, immer mehr Schweine. "Nur so bin ich konkurrenzfähig", sagt Bauer Pulvermann. Als der diplomierte Agraringenieur den Hof 1990 von seinen Eltern übernahm, lebten dort 800 Schweine.
Heute ist Pulvermanns Mastbetrieb in der Nähe von Bad Segeberg einer der größeren in Schleswig-Holstein. Vorbei an Feldern und Wiesen, erreicht man das alte Bauernhaus aus rotem Ziegelstein. Eine Lindenallee führt zu den Scheunen dahinter. "Achtung, wertvoller Tierbestand" steht auf dem Schild an der Tür. Wer hier hineinwill, muss seine Straßenschuhe gegen Gummistiefel eintauschen und sich einen weißen Arbeitsanzug überziehen, wegen der Seuchengefahr. Drinnen ist es vorbei mit der ländlichen Idylle: Mit moderner Technik wird der Stall beheizt und belüftet, das Futter rinnt automatisch in die Tröge. Schweine drängen sich in engen Boxen unter Kunstlicht. Die Luft ist warm und stickig, es riecht nach Kot und Gülle. Die Ammoniakschwaden aus dem Schweine- Urin schädigen die Lungen der Tiere. Auch Menschen lassen sie röchelnd husten, noch Stunden, nachdem sie den Stall verlassen haben.
Valentina versucht, mit einer stark parfümierten Körperlotion ihren Stallgeruch zu übertünchen. Ab und zu landen Fliegen auf ihrem tipptopp geschminkten Gesicht. Schon in ihrer alten Heimat Kasachstan hat sie mit Schweinen gearbeitet. "Die Säue waren auf der Weide und hatten richtige Namen", erzählt sie. Allerdings seien dort auch mehr Ferkel von ihren Müttern erdrückt worden. Im modernen deutschen Hightechstall steht die Muttersau während der Geburt und die Wochen danach eingeklemmt zwischen den beiden Bügeln eines Metallgerüstes. Umdrehen kann sie sich darin nicht, hinlegen nur mit Mühe.
Schwein 0146 und seine zehn Geschwister drängen sich schreiend um ihre Mutter. Sie nuckeln, dann legen sie sich dicht an dicht, Speck an Speck, nebeneinander. Ferkel 0146 klettert über die Rücken der anderen und lässt sich in die Mitte des Fleischbergs plumpsen. Im Schlaf wackelt es mit den Beinen, kaut und schmatzt.

Vier Tage später bekommt es seine Marke ins Ohr gestanzt. Sie ist hellblau, die Nummer 0146 handgeschrieben, damit wir es besser erkennen. Das Ferkel hat Glück, die Marke hängt im rechten Ohr, und das bedeutet: Ferkel 0146 ist eine Sau und darf zurück zur Mutter, während seine Brüder heute kastriert werden. Eberfleisch schmeckt manchmal streng, deshalb die schmerzhafte Prozedur in deutschen Ställen. Valentina hält ein laut quiekendes Ferkel an den Füßen hoch, schneidet mit einem Mini-Skalpell den Hodensack auf und trennt die Samenleiter durch. Die Hoden lässt sie in einen Eimer fallen.

Zwei Wochen später ist 0146 schon viel dicker. "Das wird ein Atomschwein", ruft Bauer Pulvermann. Er streicht dem Ferkel über den Nacken. Die Schweinchenhaut ist glatt und warm, mit feinen hellen Borsten. "Fühlt sich schön an", sagt der Bauer. Frecher sind die Ferkel jetzt, sie springen übereinander und stupsen mit ihren kleinen klebrigen Rüsseln gegen die große Steckdosennase der Muttersau. Heute sehen sie ihre Mutter zum letzten Mal. Der Bauer fährt mit einer Schubkarre durch die Gänge - wer groß genug ist, den packt er am Hinterbein und karrt ihn weg.
Zweimal in seinem kurzen Leben wird Ferkel 0146 für ein paar Minuten das Tageslicht sehen - immer dann, wenn es in einen neuen, größeren Maststall umzieht. Heute ist es das erste Mal so weit. Es ist ein nebliger, saukalter Tag. Der Bauer wirft 122 Ferkel in einen offenen Anhänger, sie zittern in der feuchten Luft, einige japsen vor Aufregung. "Vorsicht, das Herz", ruft Valentina. Pulvermann fährt den Anhänger zur Rampe, die zum Ferkelaufzuchtstall führt. "So, ihr Kleinen" - Pulvermann schnalzt mit der Zunge, treibt die Ferkel die Rampe hoch, auf die große Waage am Eingang. Ferkel 0146 ist schwerer als die anderen Schweine. Sieben Kilo wiegt es jetzt. Noch 113 Kilo bis zum Kotelett. Im neuen Stall haben 1400 Ferkel Platz. 35 Tiere passen in eine Box, macht mindestens 0,4 Quadratmeter pro Tier, wie vom Gesetzgeber verlangt. Außerdem sind noch zwei verschiedene "Spielmöglichkeiten" Vorschrift. In der Box von Ferkel 0146 sind es eine lange Plastikröhre und Eisenketten, die von der Wand baumeln. Die Ferkel rollen die Plastikröhre durch die Box, nuckeln am Wasserspender und berüsseln die Schlitze im neuen, grünen Gummiboden. Kot und Urin plumpsen durch die Schlitze in den Güllekanal unter dem Stall.
Plötzlich schießt brauner Brei in den Futtertrog, die Ferkel erschrecken. Eins wagt sich vor, dann stürzen sich alle quiekend auf die Mahlzeit. Die kleinen Schweine bekommen Soja, Molke und Getreide. 0146 frisst wenig, läuft grunzend umher und schnüffelt in allen Ecken. "Das vermisst seine Mutter", sagt der Bauer.
Auch die Sau 94426, gezüchtet auf die Eigenschaften Stressresistenz, guter Knochenbau, Fruchtbarkeit und Mütterlichkeit, läuft unruhig in ihrer Box hin und her, nachdem ihre Ferkel plötzlich weg sind. Fünf Tage später wird sie neu besamt - im "Eros-Center". So nennt der Bauer den Stall für die Sauen, die gerade "rauschen", also paarungsbereit sind. Im Eros- Center arbeitet ein Animier-Eber. Er darf schnuppern, mehr nicht. "Künstlich ist besser", sagt Pulvermann. Er setzt sich rittlings auf die Sau, schubbert ihr Hinterteil, "das stimuliert", und führt die Kanüle mit Samensekret in die Scheide ein.

Wenn sich Pulvermann über die neuesten Spermacocktails informieren will, fährt er nach Hannover, zur Messe Euro-Tier, Halle "Schwein". Polnische, französische und dänische Anbieter preisen dort ihr tiefgekühltes Schweinesperma an. Nebenan treffen sich auf der "International Pig Management Conference" Züchter und Banker, um sich für den Schweinemarkt der Zukunft zu rüsten. Die Bauern hier sind keine Dorfdimpfl, sondern Manager. Auf Englisch unterhalten sie sich über den "demand-driven world market".
Ein Finanzfachmann der holländischen Rabobank erklärt die Globalisierung des Schweinemarktes: Die ganze Welt isst immer mehr Fleisch - eigentlich gut für Deutschland, den größten "Schweineproduzenten" in Europa. Aber die hiesigen Betriebe sind klein im Vergleich zu den riesigen Ferkelfabriken in Dänemark oder den USA. Große dänische und holländische Konzerne wie Danish Crown oder Vion kaufen sich in Deutschland ein. Auch Länder wie Brasilien und China drängen auf den Fleischmarkt: Brasilien baut Soja als Futtermittel für Schweine an und rodet dafür seine Wälder. Die Chinesen produzieren schon jetzt die Hälfte des Schweinefleischs weltweit - zwar noch nicht so effizient wie die Deutschen, aber das sei nur eine Frage der Zeit, sagt der Banker aus Holland. Bauer Pulvermann und seine Kollegen schauen besorgt.
In den Messehallen drängen sich tatsächlich jede Menge Chinesen. Sie bestaunen den "Rausche-Detektor" ("verfehlt keine einzige rauschige Sau"), elektrische Fliegenklatschen und die "Sauenplaner"- Software, mit der man das Besamen der Sauen planen kann.

"Das Mastendprodukt", so der ökonomische Fachterminus für Ferkel 0146, wächst jetzt immer schneller. Mindestens ein halbes Kilo nimmt es jeden Tag zu. Es bekommt Pausbacken, sein Rücken wird immer länger. Mit drei Monaten wiegt es stolze 40 Kilogramm. Das Grunzen klingt nicht mehr hoch und schrill, sondern tief und gurgelnd: Ööööfff. 0146 ist kein Ferkel mehr, sondern ein "Läufer", so nennt man die halbstarken Schweine. Weil die Schweine so groß geworden sind, können sie sich in der Box kaum noch bewegen, dicht an dicht drängeln sie sich auf dem zugekoteten Gummiboden. "Schön ist das nicht, auch wenn es der Norm entspricht", sagt der Bauer, "aber ich muss in Fleischmenge pro Quadratmeter rechnen." Muss er wirklich? Einmal hat Bauer Pulvermann versucht auszubrechen: Er wollte umstellen auf Biohaltung, auf Direktvermarktung mit einem kleinen Hofladen, und ließ sich dazu ein Konzept von einer Schweine-Unternehmensberatung erstellen. Das Ergebnis: Es rechnet sich nicht. Sein Betrieb ist schon zu groß, Pulvermann hat zu viel Geld in Ställe und Technik investiert. Er hat nur die Wahl, entweder weiter auf Masse zu setzen oder pleite zu gehen.
Deshalb ist dies keine Skandalgeschichte, in der Bauer Pulvermann in die Pfanne gehauen werden soll. Sein Fleisch gammelt nicht und ist auch nicht hormonverseucht. Es ist einfach billig - und so wird es auch produziert. Pulvermann hat die stern-Reporter in seinen Stall gelassen, obwohl der Bauernverband warnte: Lassen Sie das, Sie können nur verlieren. Er hat die Türen aufgemacht, weil er weiß, dass er einen ordentlichen Job macht - im Rahmen des Systems. Pulvermann hat sich dieses System nicht ausgedacht, aber er trägt es mit - so wie die Banken, die Futtermittelkonzerne, die Lebensmittelketten und vor allem die Verbraucher, die immer billigeres Fleisch wollen. Der Druck, sagt Pulvermann, hört nie auf: "Ein Freund von mir ist Biobauer, der steht im Wettbewerb mit billigeren Biobauern aus dem Ausland." Und so verbietet sich Pulvermann seine Träume vom Landidyll, vom Bauernhof wie in alten Zeiten, wo die Schweine auf den Kartoffeläckern rüsselten.

Heute kommen Schwein 0146 und seine Altersgenossen vom Ferkelaufzuchtstall in den Maststall. Der Bauer klatscht ihnen auf den Rückenspeck und treibt sie mit großen Holzbrettern voran: "Hopp, hopp, im Schweinsgalopp!" Die Schweine zittern und pinkeln vor Kälte und Angst. Eins hat eine Stressattacke, steht nur da und schlottert am ganzen Körper. Vorsichtig und ohne lautes Rufen führt der Bauer es in den neuen Stall. Schwein 0146 trabt hinterher und beschnüffelt neugierig die neue Box. "So, mein dickes Mädchen", sagt Pulvermann und schließt die Tür. Die nächste Station wird der Schlachthof sein. Der Bauer tippt das Gewicht von Schwein 0146 in den Computer ein, der berechnet, wann Pulvermann den Lastwagen für den Transport zum Schlachthof bestellen muss. Noch zwei Monate bis zum Kotelett.

Der Lastwagen kommt im Morgengrauen. Um 4.00 Uhr weckt Bauer Pulvermann alle sechs Monate alten Tiere. Schweine sind schlau. Es heißt, sie würden ihren Tod ahnen. Schwein 0146 ahnt nichts. Freundlich und verspielt steht es in seiner Box, lässt sich zur Verladerampe treiben und zuckt nur kurz, als ihm der Fahrer des Lastwagens seine Nummer, die 0146, auf den Rücken stempelt. Der Transporter ist dreistöckig, 200 Schweine passen hinein. Ein Schwein wird aussortiert, weil es zu mager ist. Dann fährt der Lastwagen los.
Bauer Pulvermann bekommt für Schwein 0146 rund 130 Euro. Allein für das Futter gehen 85 Euro drauf: Weil der Weizenpreis steigt, wird es immer teurer. Auch der Schweinepreis bildet sich wöchentlich; wenn er unter 1,60 Euro pro Kilo fällt, wird es knapp für Bauer Pulvermann: "Wir hatten jetzt drei gute Jahre. Aber es werden immer mehr Mastställe gebaut, immer mehr Schweine produziert. Wenn das Angebot steigt, sinkt der Preis." Ein Leben nach dem Schweinezyklus: Dieter Pulvermann macht höchstens 14 Tage Urlaub im Jahr, er investiert und modernisiert. Die Kredite, die er für Stallrenovierungen aufgenommen hat, sind noch nicht abbezahlt. 25 Euro von den 130 Euro Erlös für Schwein 0146 zahlt er für die Stallbauten. Dazu kommen noch Sperma- und Energiekosten, der Tierarzt, die Versicherung gegen Tierseuchen, das Gehalt von Valentina, die Zahlungen für Transport und Schlachten. Im Frühjahr blieben Pulvermann noch bis zu zehn Euro Gewinn pro Schwein, derzeit macht er wegen der hohen Futterkosten 20 Euro Verlust.

Rund zweieinhalb Stunden dauert die Fahrt von Mastschwein Nummer 0146 über Landstraßen bis zum niedersächsischen Dorf Luckau. Hier, im ehemaligen Zonenrandgebiet, steht inmitten von Äckern der Schlachthof Vogler. Der Betrieb hat sich auf Schweine spezialisiert und gehört zu den größten Schlachtereien in Deutschland. Alle sechs Sekunden stirbt hier ein Schwein. 500 Mitarbeiter kümmern sich ums korrekte Töten.
Der Viehtransporter hält vor einem der großen blauen Tore. Es dauert, bis er ausladen kann: Der Lastwagen vor ihm hat unterwegs eine Vollbremsung hingelegt, jetzt liegen vier Schweine verletzt auf der Rampe und müssen in Rollwagen zur Notschlachtung gefahren werden. Ein Schlachter schimpft: "Die sind so schwer verwundet, weil ihr Bauer sie mit billigen Brotabfällen füttert. Brotschweine wachsen schnell, aber ihre Knochen sind schwach." Der dicke Mann streichelt eine verletzte Sau. Früher hielt er sein eigenes Schwein im Garten, und, klar, so ein Tier, neun Monate lang mit Kartoffelschalen gefüttert, schmecke tausendmal besser als ein sechs Monate altes Industriemastschwein.
Die blauen Tore öffnen sich wieder, jetzt rennt Schwein 0146 die Rampe hoch, sein kupierter Schwanz wackelt. Es wird mit warmem Wasserregen besprenkelt, eine Art Wellness für Schweine, dann soll es sich im dämmerigen Ruheraum von den Strapazen der Fahrt erholen. Noch zwei Stunden bis zum Kotelett.

Um 11.30 Uhr läuft Schwein 0146 fröhlich und neugierig, wie es seine Art ist, in den Gang, der zu den Betäubungsgondeln führt. Je zwei Schweine drängen sich in die Kabine, die Türen schließen sich, der Fahrstuhl ruckelt abwärts, dem Tod entgegen. Ein kurzes Quieken, dann wirkt das Gas, das in die Gondeln strömt. Schwein 0146 verliert das Bewusstsein.
Anderthalb Minuten später fällt es aus der Gondel in eine Wanne. Hier unten befinden sich die Schlacht- und Zerlegeräume. Alles ist hell erleuchtet. Ein Schlachter packt Schwein 0146 und legt ihm eine Fußfessel an, an der das betäubte Tier hochgezogen und kopfüber an einem automatischen Schlachtband durch den Raum gezogen wird. Die Maschinen sind so laut, dass die Schlachter Ohrstöpsel tragen.
Blut und Wasser tropfen von der Decke. Der ganze Raum dampft. Schwein 0146 hat die Augen geschlossen, Speichel tropft aus seinem Mund. Jetzt zieht ein Schlachter das Schwein zu sich heran, rammt ein großes Messer in die Halsschlagader. Das herausquellende Blut wird mit einem Schlauch abgesaugt. Schwein 0146 ist tot.
Sein lebloser Leib muss erst durchs Wasser, dann durchs Feuer. In der Waschanlage wird das Schwein enthaart und abgespült. Ein Schwall Blut rauscht auf den gefliesten Boden. Dann wird der Tierkörper im lodernden Feuer des "Entkontaminierungsofens" abgebrüht. Es riecht nach angesengten Borsten. Keimfrei und mit bloßer Schwarte schwingt das Schwein zur nächsten Station: Männer schneiden die Augen raus, weg damit, zum Sondermüll.
In der nächsten Halle weiden Schlachter die Schweine aus. Ihre Gummihandschuhe reichen bis zum Ellenbogen, die Schürzen und die weißen Gummistiefel sind voller roter Spritzer. Die Innereien und Organe hängen sie an Haken. Leber, Lunge, Zunge von Schwein 0146 zockeln am Automatikband vorbei in den Kühlraum. Der Kroate Milos, ein großer hübscher Mann, singt schwermütige Volkslieder aus seiner Heimat und flirtet mit den Schlachterinnen, während er Schweinebäuche aufschlitzt und dampfende Därme entfernt. Die Frauen sind für die kleineren Organe zuständig, sie schneiden die Herzen heraus. Im Pausenraum lesen sie dann Bücher mit Titeln wie "Weg der Träume" oder "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran".
Nummer 0146 wird jetzt von großen Zahnrädern in der Mitte durchgeschnitten, der Brustkorb knackt. Tierärzte untersuchen die Schweinehälften, nehmen Proben, die anschließend im Labor auf Antibiotika-Rückstände und Salmonellen untersucht werden, und stempeln das Schwein nach der Kontrolle ab. Dann kommen die Überreste von 0146 aus der heißen Schlachthalle in den eisigen Kühlraum. Dort sieht der Chef der Zerlegungsabteilung: Schwein 0146 war am Knöchel wund gelegen, es muss im Stall Schmerzen gehabt haben. Und die Schweinehälfte hat rote Striemen am Rücken: ein Zeichen, dass es Stress und Keilereien zwischen den Schweinen beim Transport gegeben hat. Ein Schweinebraten wird 0146 also nicht mehr: Die Kruste würde an den verwundeten Stellen dunkler, das mag der Verbraucher nicht. Beim Kotelett oder Schnitzel dagegen kommt die Schwarte ab, da wird dann nichts mehr zu sehen sein.
Am nächsten Morgen, nach 20 Stunden in der Kühlung, rollt der Kopf von Schwein 0146. Ein Schlachter schneidet ihn ab und schleudert ihn in eine Kiste. Ohren und Pfoten werden abgeknipst. Das Ohr mit der extra für Schwein 0146 handschriftlich markierten Marke liegt jetzt auf einem Berg anderer Ohren. Zusammen mit den Pfoten werden sie nach China exportiert, dort findet man sie leckerer als in Europa. Ein Drittel des Absatzes macht Vogler Fleisch im Ausland. Gleichzeitig wächst die Konkurrenz. "Es gibt zu viele Schlachtbetriebe in Deutschland, wir müssen das Fleisch immer billiger anbieten", erzählt ein Schlachter. "Wir produzieren auch für Aldi und Lidl, aber da verdient man fast nix, so gnadenlos drücken die die Preise."
In der Zerlegung arbeiten nur Polen, 150 Männer. Bei zwölf Grad Kälte lösen sie Braten, Schnitzel und Steaks vom Schwein. Es ist Knochenarbeit, die Männer fieseln, schneiden, reißen am Fleisch. Ein paar stehen abseits und kümmern sich um die Bioschweine: Vogler Fleisch produziert nicht nur für große Ketten, sondern verarbeitet auch Biofleisch, das extra zerlegt und gelagert wird.

Im Schlachthof sind alle Tiere gleich: Auch Bioschweine werden nicht totgestreichelt. Aber hatten sie vorher ein anderes, ein besseres Leben? Wie wäre es Ferkel 0146 auf einem Hof ergangen, der nach ökologischen Richtlinien arbeitet? Es hätte länger gelebt: acht statt sechs Monate. Es hätte kein synthetisch erzeugtes Eiweiß zu fressen bekommen, sondern Bohnen, und wäre deshalb langsamer gewachsen. Von seiner Mutter wäre es nicht nach drei, sondern nach sechs Wochen getrennt worden. Es hätte die Sonne gesehen, mit dem unversehrten Ringelschwanz gewackelt und seinen Geschwistern die intakten Eckzähne in die Ohren gehauen. Es hätte im Stroh wühlen und in der Erde suhlen dürfen. Auf der weichen Einstreu hätte es seine Gelenke nicht wund gelegen. Seine Brüder wären allerdings auch kastriert worden. Und der für Ökoschweine vorgeschriebene "Auslauf im Freien" hätte sich wahrscheinlich nicht auf einer idyllischen Aue abgespielt, sondern auf einem handtuchgroßen Wieslein - auch Biobauern müssen rechnen.
Am Ende, als Biokotelett, wäre es dann schweineteuer gewesen. Ökoschweinefleisch kostet fast doppelt so viel wie konventionelles. Das liegt an der aufwändigen Haltung - und daran, dass der Markt noch klein und schlecht organisiert ist. Mehr als 50 Millionen Schweine werden jedes Jahr in Deutschland geschlachtet, davon sind nicht einmal ein Prozent "Ökos". Einige Lebensmittelketten - Tegut oder Edeka Nord - nutzen ihre Vertriebsstrukturen, dort kostet Ökoschweinefleisch nur rund 25 Prozent mehr als konventionelles.

Schwein 0146 liegt jetzt säuberlich in Koteletts aufgeschnitten in einer roten Kunststoffbox, fertig zur Auslieferung. Am Montag wurde es geschlachtet, am Dienstag zerlegt, am Mittwoch ausgeliefert. Binnen 48 Stunden muss das Fleisch den Schlachthof verlassen und an die großen Lebensmittelketten geliefert werden, bei denen es dann eingeschweißt und in die Filialen transportiert wird.
Schwein 0146 ist schon vorbestellt: Eine Fleischerei im nahen Dolgow braucht frische Ware. Der Metzger schreibt die Angebote des Tages auf eine Tafel: Bockwurst, Schinkenspeck - und das Kotelett, für 4,39 das Kilo. "Meine Kunden gucken sehr auf den Preis", sagt der Metzger und drapiert die Koteletts in der Kühltheke.
Dort findet die Schlossherrin das Schwein. Inge Kohrs-Lichte, eine freundliche ältere Dame, bekommt heute Abend Besuch und ist zu ihrem Lieblingsmetzger gefahren. "Ich achte auf Frische und Qualität - und natürlich auf den Preis", sagt sie. Im Supermarkt würde sie nie ein Kotelett kaufen. Schwein 0146 - oder das, was von ihm übrig ist - wird eingepackt und fährt bald die Auffahrt von Schloss Kolborn hinauf. In der Küche wartet Lisa, die Haushälterin, in einer weißen Schürze. Nach alter Hausfrauensitte drischt sie mit dem Fleischklopfer auf die Koteletts ein, taucht sie in Ei, würzt und brät sie. Die Schlossherrin schält inzwischen Kartoffeln. "Die Kulturtechnik des Kochens geht leider verloren", sagt sie. "Ich hoffe, meine Enkelinnen werden sie noch bewahren."
Die Enkelinnen Julia und Lena, neun und elf Jahre alt, dazu eine Nachbarin, sind zum Abendessen eingeladen. Julia und Lena teilen sich ein Kotelett: "Das ist so riesig, das ist doch vom Dinosaurier, nicht vom Schwein." Die Mädchen kauen zufrieden. Im Kamin prasselt ein Feuer. Biedermeierstühle, Tafelsilber, gelbe Rosen, weißes Porzellan - Ferkel 0146 hat nicht stilvoll gelebt, aber es wird stilvoll verspeist.

Freitag, 18. Januar 2013

Kürbis mit Tofu-Sticks

Zutaten für 2 - 3 Personen:
- 1 großer Hokkaido-Kürbis
- 1 Zwiebel
- 1 Lauch
- 1 TL Currypulver
- 50 g Kokosflocken
- 200 g Naturtofu
- 2 EL Erdnussmus
- 2 EL Sojasoße
- 1 TL Dattelsirup (oder andere Süße)
- 4 EL Kokosmilch
- 2 EL Öl
- Salz

Backofen auf 250° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Kürbis halbieren, die Kerne mit einem Esslöffel entfernen und das Kürbisfleisch in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Die Würfel mit Öl & Salz mischen und danach auf ein mit Backpapier belegtes Backblech verteilen, ca. 15 min. im Ofen backen.
Zwiebel würfeln, Lauch in Ringe schneiden. Beides in einer Pfanne anbraten und Currypulver unterrühren. Den Kürbis dazu geben und mit 2 EL Kokosflocken mischen, dann Pfanne zur Seite stellen und abdecken (warm halten).
Den Tofu in Scheiben schneiden und in einer weiteren Pfanne ein paar Min. anbraten. Erdnussmus, Sojasoße und Sirup (+ evtl. 2 - 3 EL Wasser) verrühren, zum Tofu geben (so dass die Tofustreifen umhüllt sind) und 1 Min. karamellisieren lassen. Die Kokosmilch dazu gießen, umrühren, kurz köcheln lassen und die Pfanne vom Herd nehmen. Den Tofu in den restlichen Kokosflocken wenden.

Guten Appetit!

Donnerstag, 17. Januar 2013

Zucchini-Spaghetti Bolognese

Zutaten für 2 Personen:
- 3 Zucchini
- 200 g Naturtofu
- 1 Zwiebel
- 6 St. getrocknete Tomaten (nicht in Öl)
- 200 g Tomatenmark
- 2 - 3 TL Basilikum
- 2 - 3 TL Oregano
- ca. 120 ml roter Traubensaft
- 3 EL gemahlene Mandeln
- Salz, Pfeffer




Zwiebel würfeln, getrocknete Tomaten fein hacken. Tofu mit einer Gabel zerbröseln. Zucchini mit einem Spiralschneider zu "Spaghetti" schneiden.
Tofu in einer Pfanne anbraten, Zwiebel und Oregano dazu geben, ein paar Min. mit anbraten. Tomatenmark und gehackte Tomaten einrühren, mit Traubensaft ablöschen und 2 Min. bei geringer Hitze köcheln lassen. Mit Basilikum, Salz und Pfeffer würzen.
Die Zucchini-Spaghetti unter die Soße heben und kurz erwärmen lassen.
Auf Teller anrichten und die gemahlenen Mandeln (als "Parmesan") darauf streuen.

Guten Appetit!

Mittwoch, 16. Januar 2013

Gentechnik-Kurznachrichten

Vor dem Bundeskanzleramt in Berlin haben Imker und Vertreter verschiedener Organisationen gegen den Einsatz hochgiftiger Spritzmittel in der Landwirtschaft demonstriert. In diesen sehen sie einen Hauptgrund für das weltweit auftretende Bienensterben. In Bienenkostümen und Imkertracht forderten sie ein Umsteuern in der Agrarpolitik.
Durch den massiven Pestizideinsatz verlören die Bienen ihre Orientierung und fänden nicht mehr in die Stöcke zurück. Sie werden außerdem anfälliger für Schädlinge wie die Varroamilbe. Insbesondere für Berufsimker sei dies „eine Katastrophe“, so eine Demonstrantin. In ihrer Nachbarschaft seien auch sehr erfahrene Kollegen in letzter Zeit vor leeren Bienenkästen gestanden. Ein Bekannter habe die Hälfte seiner 25 Völker verloren. Zur Verdeutlichung dieser Probleme schüttete ein Imker tausende von toten Bienen auf dem Platz vor dem Kanzleramt aus.
Auf eine „groteske Situation“ in der derzeitigen Agrarproduktion wies Peter Röhrig vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) hin. Zwar steige die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln – bei deren Erzeugung der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel verboten ist – gleichzeitig gäbe es aber nicht genügend Bio-Bauern. Der Grund hierfür seien ungünstige Rahmenbedingungen. Statt „bienenfreundlicher“ Landwirtschaft subventioniere die Politik Massentierhaltung und Biogaserzeugung, beklagte Röhrig. Felder mit Monokulturen, oft Mais, sind die Folge. Dort werden Pestizide, die Bienen schädigen, routinemäßig eingesetzt.

Zucchini-Pilz-Lasagne

Zutaten für 2 Personen:
- 500 g Champignons
- 2 Zwiebeln
- 100 g gemahlene Mandeln
- 3 große Zucchini
  (oder dementsprechend Menge in kleinen)
- 1 kleine Tomate
- 3 - 4 EL Tomatenmark
- 1 TL Oregano
- 1 EL Kräuter der Provence
- Salz, Pfeffer


Champignons putzen und fein hacken. Zwiebeln und Tomate würfeln. Zucchini waschen und mit einem Hobel längs in dünne Streifen schneiden. 16 Streifen werden für die "Lasagneblätter" benötigt, den Rest grob zerkleinern.
Die Hälfte der Zwiebelwürfel mit den Pilzen und Kräuter der Provence anbraten (bis das Meiste der Flüssigkeit verdampft ist). Die Mandeln unterheben und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Mischung aus der Pfanne nehmen und die restlichen Zwiebelwürfel mit den zerkleinerten Zucchini anbraten. Tomatenwürfel, Tomatenmark, Salz und Oregano einrühren.
Kurz anbraten und dann 50 ml Wasser dazu geben. Im Mixer oder mit dem Pürierstab pürieren.

Ergibt 2 Teller - je Teller 1 Lasagne:
2 Scheiben Zucchini leicht überlappend auf einen Teller legen, danach etwas Pilzmischung darauf geben. Das Ganze 2 mal wiederholen, mit 2 Zucchinistreifen abschließen und zum Schluss die Tomatencreme darauf streichen.
Wer die Lasagne gerne komplett warm essen möchte (die Zucchinistreifen sind roh), kann diese nach Fertigstellung einfach in der Mikrowelle aufwärmen.

Guten Appetit!

Dienstag, 15. Januar 2013

Backofen-Gemüse mit Tofu

Zutaten für 2 Personen:
- 3 Möhren
- 1 Fenchel
- 1 großer Brokkoli
- 1 kleiner Hokkaido-Kürbis
- 200 g Naturtofu
- 1 EL Öl
- 50 ml Wasser
- 1 EL Rosmarin
- 1 TL Oregano
- Salz


Backofen auf 220° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Möhren, Fenchel, Brokkoli, Kürbis und Tofu klein schneiden bzw. in Röschen teilen.
Alles in einer großen Schüssel mit Öl, Wasser, Kräutern und Salz mischen.
Auf ein mit Backpapier belegten Backblech verteilen und ca. 22 min. garen.
Dazu passt wunderbar dunkles Brot.

Guten Appetit!

Sonntag, 13. Januar 2013

Zitat des Tages

"Gehe ganz in deinen Handlungen auf und denke, es wäre deine letzte Tat." - Buddha

Hirse-Pfanne

Zutaten für 2 Personen:
- 250 g Hirse
- 1 Zwiebel
- 1 Möhre
- 150 - 200 g Räuchertofu
- 40 g Haselnüsse
- 100 g Tomatenmark
- 2 TL Oregano
- Salz, Pfeffer





Hirse nach Packungsanweisung zubereiten.
Zwiebel und Räuchertofu würfeln, Möhre klein schneiden, Haselnüsse grob hacken.
Die Zwiebeln, Möhre und den Räuchertofu in einer Pfanne anbraten. Tomatenmark und Oregano einrühren. Soviel Wasser dazu gießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Die Hirse unterheben und würzen. Mit den Haselnüssen mischen.

Guten Appetit!

Gentechnik-Kurznachrichten

Der deutsche Saatguthersteller KWS Saat AG will in Spanien mit gentechnisch veränderten Zuckerrüben und Mais experimentieren. Noch in diesem Frühjahr sollen die Gentechnik-Pflanzen in der Region Castilla y Léon auf insgesamt 9.000 Quadratmetern freigesetzt werden. Das geht aus Anträgen des Unternehmens hervor, die im Gentechnik-Register der EU veröffentlicht wurden. Die Genehmigung durch die spanischen Behörden steht noch aus. Neben den Zuckerrüben plant KWS auch, den vom US-Konzern Monsanto entwickelten Gentech-Mais NK 603 aufs Feld zu bringen.
Sowohl die Zuckerrüben als auch der NK 603-Mais sind derart gentechnisch verändert, dass sie den Einsatz des Totalherbizids Glyphosat, welches von Monsanto unter dem Markennamen „Roundup“ vertrieben wird, verkraften.
In den USA ist der Verbrauch von chemischen Pestiziden seit dem Anbau der ersten gentechnisch veränderten Pflanzen Mitte der 1990er Jahre um sieben Prozent angestiegen. Nichtsdestotrotz beruft sich KWS im Freisetzungsantrag auf die angeblichen Vorzüge von Glyphosat: So könne die neue Zuckerrübe „die derzeitigen agronomische Praxis positiv beeinflussen, den Energieverbrauch und die Bodenerosion reduzieren.“
Nach eigenen Angaben erwirtschaftete KWS Saat im letzten Jahr ein Drittel seines Umsatzes von 986 Millionen Euro mit Zuckerrüben. Dies basiere besonders auf dem „starken Nordamerikageschäft und dem hohen Absatz der dort überwiegend ausgesäten gentechnisch verbesserten Zuckerrübensorten." Mit den Freisetzungen in Spanien will das deutschen Unternehmen offenbar auch den Sprung auf den europäischen Markt schaffen. Ein Antrag auf eine Anbaugenehmigung in der EU läuft.
Spanien ist eines der wenigen EU-Länder, in dem Gentechnik-Pflanzen in nennenswertem Umfang wachsen.

Samstag, 12. Januar 2013

Süßkartoffel-Tofu-Pfanne

Zutaten für 2 Personen:
- ca. 450 g Süßkartoffeln
- 2 EL Öl
- 1 Lauch
- 1 Zwiebel
- 200 g Naturtofu
- 100 g Räuchertofu
- 1 - 2 TL Kurkuma
- Salz, Pfeffer





Backofen auf 250° (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
Süßkartoffeln schälen, in dünne Scheiben schneiden, mit Öl mischen und etwas salzen.
Auf einem mit Backpapier belegten Backblech ca. 13 min. backen.
Lauch in Ringe schneiden, Zwiebel und Räuchertofu würfeln, Naturtofu mit der Gabel zerdrücken.
In einer Pfanne den Räuchertofu ein paar Min. anbraten. Zwiebeln und Lauch mit anbraten.
Kurkuma einrühren. Naturtofu dazu geben und ebenfalls kurz anbraten lassen.
Zum Schluss die Süßkartoffeln untermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Guten Appetit!

Gentechnik-Kurznachrichten

Wissenschaftler haben in chinesischen Flüssen Bakterien gefunden, die Erbmaterial aus gentechnisch veränderten Pflanzen oder anderen Organismen aufweisen. Am stärksten betroffen sind der Perlfluss und der Hai He, an deren Ufern Millionen von Menschen leben. Nur „die Spitze des Eisbergs“ meint der Mikrobiologe Ignacio Chapela von der Universität Berkeley. Man müsse davon ausgehen, dass noch weitaus mehr transgene DNA in die Umwelt gelangt sei – mit unbekannten Folgen – schreibt er in einem Kommentar für GM Watch.
Für ihre Untersuchung nahmen die Experten der Universität Sichuan und des Umweltministeriums Wasserproben aus sechs Flüssen, jeweils stromabwärts von größeren Städten. Die darin enthaltenen Plasmide, also DNA-Moleküle von Bakterien, setzten sie im Labor anderen Bakterien ein und analysierten sie mit einer eigens entwickelten Methode. Viele der Mikroorganismen haben eine Widerstandsfähigkeit gegen Antibiotika entwickelt, ein länger bekanntes Problem des Medikamenteneinsatzes in der Landwirtschaft. Zur Überraschung der Wissenschaftler hat über ein Viertel der Bakterien die Resistenz allerdings aufgrund künstlicher Gene. Diese könnten aus Gentechnik-Laboren, aber auch von Feldern mit gentechnisch veränderten Pflanzen stammen. In China wuchsen 2011 auf mehreren Millionen Hektar solche Gentechnik-Pflanzen, vor allem Baumwolle, aber auch Pappeln und Papaya.

Dienstag, 8. Januar 2013

Buchtipp

Was ist Glück und wie erreiche ich es? Was ist Meditation und wie "funktioniert" sie?
Was sagt die Wissenschaft dazu?
Welche Meditationsformen gibt es und welche ist die richtige für mich?

Wenn ihr euch diese Fragen stellt, dann ist dieses Buch das Richtige für euch:


"Buddha und die Wissenschaft vom Glück"

Ein sehr aufschlussreiches und interessant geschriebenes Buch, in dem alles "komplizierte" mit kleinen Geschichten / Anekdoten verständlich erklärt ist.
Zwischendrin werden verschiedene Meditationsformen vorgestellt und auch gleich eine kleine Anleitung dazu gegeben, damit man das Gelesene sofort testen kann. Dadurch lernt man verschiedene Meditationsmethoden kennen und lernt, dass Meditation nicht nur "still da sitzen" bedeutet. Das letzte Kapitel widmet sich dem "How-to-do" - wie finde ich heraus, welche Methode die Richtige für mich ist und wie kann ich dies in die Tat umsetzen.
Schon allein nach dem Lesen des Buches fühlte ich mich glücklicher und ausgeglichener... probiert es auch mal aus!

Curry-Amaranth-Blumenkohl

Zutaten für 2 Personen:
- 1 Blumenkohl groß / 2 kleine
- 2 - 3 EL Mandelstifte / -blättchen
- 20 g Amaranthpoppkorn
- 2 EL Olivenöl
- 2 EL weißes Mandelmus
- 100 ml Reissahne
- 1 TL Currypulver
- 1 EL Speisestärke
- Salz, Pfeffer





Blumenkohl waschen, in Röschen teilen und in kochendem Salzwasser ca. 5 min. garen.
Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten.
Mandeln mit Amaranth und Olivenöl mischen, salzen.
Mandelmus, Currypulver und 50 ml Wasser in einen kleinen Topf geben, mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Das ganze kurz köcheln lassen und mit Speisestärke binden.
Den abgetropften Blumenkohl auf 2 Teller verteilen, den Amaranth-Mix darüber geben und die Soße darauf verteilen.

Guten Appetit!

Freitag, 4. Januar 2013

Reispfanne

Zutaten für 2 - 3 Personen:
- 200 g Reis
- 1 kleiner Lauch
- 1 Fenchel
- 1 Karotte
- 1/2 Gurke
- 100 g Erbsen (frisch oder TK)
- 60 g Cashewkerne
- 1 EL Sojasoße





Reis kochen. In der Zwischenzeit die Cashewkerne evtl. zerkleinern und in einer Pfanne ohne Fett leicht rösten, danach herausnehmen. Das Gemüse klein schneiden (Erbsen auftauen lassen) und alles, außer den Erbsen, in einer Pfanne anbraten. Danach Reis, Erbsen und Sojasoße hinzu geben, gut vermischen und das Ganze evtl. noch etwas aufwärmen. Zum Schluss die Cashewkerne untermischen.

Guten Appetit!

Donnerstag, 3. Januar 2013

Warum tun wir sowas?...

Gentechnik-Kurznachrichten

Wieder eine erfreuliche Nachricht - ein weiteres Land hat den Anbau von gentechnisch verändertem Mais und Kartoffeln verboten: Polen.
Betroffen sind zwei Gentechnik-Pflanzen: der Mais MON 810 vom US-Marktführer Monsanto und die „Amflora“-Kartoffel des deutschen Agrochemiekonzerns BASF.
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