Montag, 19. November 2012

:´-( - Ein wunderschön gemachtes Video (englisch)

Gentechnik-Kurznachrichten

Die Agrochemiekonzerne Monsanto, DuPont Pioneer und Dow wollen auf riesigen Plantagen im Herzen Mexikos gentechnisch veränderten Mais anpflanzen. Umwelt- und Bauernverbände sowie Wissenschaftler laufen Sturm gegen die bevorstehende Genehmigung. Schon im Dezember könnte der Gentech-Mais auf 2,5 Millionen Hektar ausgebracht werden – einer Fläche größer als Hessen.
Über 1200 Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen haben einen offenen Brief an die mexikanische Regierung unterzeichnet - diese dürfe den Anbau auf keinen Fall erlauben. Sie erklären, Mexiko sei als "Wiege des Mais" zu bedeutend für solche Gentechnik-Experimente. Die genetische Vielfalt des Landes werde dringend benötigt, um den Mais durch Züchtung an Klimaveränderungen und Krankheiten anzupassen. Zudem hänge das Auskommen von Millionen Kleinbauern von der Maisproduktion ab – auf den Gentech-Monokulturen der Konzerne wäre für sie gewiss kein Platz mehr.
Ähnlich besorgt äußerte sich die Umweltinitiative ETC Group (Action Group on Erosion, Technology and Concentration). Die Pläne der Agrochemie-Wirtschaft führten zu einem "Mais-Massaker". ETC-Vetreterin Verónica Villa erklärte, der Gentechnik-Anbau bedrohe die Lebensmittel und die biologische Vielfalt des ganzen Landes. "Wir sprechen hier über Schäden an mehr als 7000 Jahren indigener und bäuerlicher Arbeit, die den Mais hervorgebracht hat – eine der drei wichtigsten Nahrungspflanzen der Welt." Mexiko weist global den höchsten pro-Kopf-Verzehr von Mais auf.
Die endgültige Entscheidung der Regierung wird in den kommenden Tagen erwartet.

Freitag, 16. November 2012

Patentrechte auf Tiere?

11 Organisationen aus Deutschland, Schweiz und England haben einen gemeinsamen Einspruch gegen ein Patent der US-Firma Intrexon auf gentechnisch veränderte Schimpansen eingelegt. Das Patent EP1456346 war vom Europäischen Patentamt (EPA) im Februar 2012 erteilt worden. Die Tiere sollen für die Pharma-Forschung genutzt werden, nachdem sie zuvor laut Patent mit synthetischer DNA manipuliert wurden, die ursprünglich aus Insekten stammt. Die Organisationen sind besorgt darüber, dass das Patent einen kommerziellen Anreiz für mehr Tierversuche bietet, und verlangen, dass Tiere mit mehr Respekt behandelt werden.
Christoph Then von Testbiotech sagt dazu: "Tiere sollten mit Respekt behandelt und vor kommerziellem Missbrauch geschützt werden. Insbesondere die Patentierung von Menschenaffen kann durch nichts gerechtfertigt werden, die Erteilung dieser Patente ist eine Beleidigung für unsere eigene Gattung. Das EPA hat die Grenzen, die von der Gesellschaft akzeptiert werden, weit überschritten. Es ist Zeit, Patente auf Tiere zu stoppen."
Jüngste Recherchen zeigten, dass das EPA in diesem Jahr drei Patente auf Schimpansen erteilt hatte, zwei davon für die US-Firma Intrexon, die ausdrücklich Tiere wie Mäuse, Ratten, Kaninchen, Katzen, Hunde, Rinder, Ziegen, Schweine, Pferde, Schafe, Affen und insbesondere Schimpansen als ihre Erfindung beansprucht. Ein weiteres Patent erhielt die US-Firma Altor BioScience.
Professor Christophe Boesch, Präsident der Wild Chimpanzee Foundation (WCF): "Die Wissenschaft hat in allen jüngeren Studien bestätigt, wie ähnlich Schimpansen dem Menschen in ihren kognitiven Fähigkeiten, ihrem Sozialverhalten, ihrer Kultur, ihrem Werkzeuggebrauch und auch in Ihrer Fähigkeit, Mitgefühl mit Schwächeren zu entwickeln, sind. In Anbetracht der genannten Argumente ist es mehr als verwunderlich, dass das EPA ein Patent zu Schimpansen genehmigen hat, ohne die damit verbunden moralischen Fragestellungen in Betracht zu ziehen."
Insgesamt hat das Patentamt bereits etwa 1.200 Patente auf Tiere erteilt. Der Präzedenzfall wurde 1992 mit der sogenannten Krebsmaus geschaffen. Auch auf Menschenaffen gibt es schon zahlreiche Patente. 2010 erhielt die Firma Bionomics ein Patent auf gentechnisch veränderte Affen, die an Epilepsie leiden (EP1852505).
Versuche an Menschenaffen und anderen Primaten unterliegen international, insbesondere auch in der EU, strengen Restriktionen. Einige EU-Länder haben Tierversuche an Menschenaffen bereits verboten, die EU Richtlinie 2010/63/EU sieht hohe Hürden für Versuche an Menschenaffen vor.

Einspruch erheben die folgenden Organisationen:
Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
British Union for the Abolition of Vivisection (BUAV)
Deutscher Tierschutzbund
Gen-ethisches Netzwerk (GeN)
Gesellschaft für ökologische Forschung
Kein Patent auf Leben!
Pro Wildlife
Schweizerische Arbeitsgruppe Gentechnologie (SAG)
Schweizer Tierschutz (STS)
Testbiotech
Wild Chimpanzee Foundation, Deutschland (WCF)

Dienstag, 13. November 2012

Zitat des Tages

"Just be in the world with all your heart and soul.
Smile, shine like the sun and give light to all that still live in darkness." - Unknown
(Lebe aus vollem Herzen und mit deiner ganzen Seele. Lächle, leuchte wie die Sonne und gib denen Licht, die immer noch in Dunkelheit leben)

Freitag, 9. November 2012

Gentechnik-Kurznachrichten

Das Unternehmen Oxitec (England) arbeitet an gentechnisch veränderten Insekten zur Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft. Um die Gentech-Fliegen auch in Europa auf den Markt bringen zu können, nimmt die Firma Einfluss auf Behörden. Das Führungspersonal von Oxitec stammt vor allem vom Gentechnik-Riesen Syngenta.
Oxitec hat das Erbgut verschiedener Insekten manipuliert (die z. B. Tomaten, Oliven, Kohl befallen). Diese sollen zu Millionen frei gelassen werden, um sich mit den nicht veränderten Artgenossen zu paaren – die weiblichen Nachkommen sollen durch die gentechnische Veränderung noch im Larvenstadium sterben. In der Theorie führt dies zu einem Rückgang der Insektenpopulation.
Doch welche Folgen ergibt das auf die biologische Vielfalt oder wenn die Gentech-Larven, die auf oder in den Früchten absterben, in die Nahrungskette gelangen? Darüber soll sich Keiner Gedanken machen - zu diesem Zweck versucht Oxitec die Vorgaben zu Gentech-Insekten zu beeinflussen. Bei der EFSA (Europäische Lebensmittelbehörde) hatte Oxitec bereits Erfolg: Dort werden Gesundheitsbedenken und Auswirkungen auf Ökosysteme ausgeklammert. Außerdem werden die veränderten Insekten als "steril" (nicht lebensfähig) bezeichnet. Doch Kritiker gehen davon aus, dass zahlreiche Individuen der Spezies das Erwachsenenalter erreichen und sich weiter ausbreiten könnten. Die EFSA zog diese Aspekte nicht in Erwägung, was nicht überrascht (mehrere der an diesem Prozess beteiligten Sachverständigen haben Verbindungen zu Oxitec selbst oder zu anderen Unternehmen der Branche). Auch in den USA, bei der Weltgesundheitsorganisation und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen hat sich die Firma eingebracht. In der Öffentlichkeit möchte sich Oxitec vor allem als Vorreiter bei der Eindämmung von Epidemien wie dem Dengue-Fieber profilieren. Dafür hat es bereits Millionen gentechnisch veränderte Moskitos freigesetzt. Zunächst auf den Cayman Islands, wo es keine regulierenden Gesetze zur Biosicherheit gibt, dann auch in Brasilien und Malaysia.

Spinat-Kichererbsen-Pfanne mit Reis

Zutaten für 2 Personen:
- 200 g Reis
- 2 - 3 EL Mandelstifte
- 240 g gekochte Kichererbsen (96 g getrocknet)
- 400 - 500 g (TK-)Spinat
- 2 Tomaten
- 1 Zwiebel
- 125 ml Gemüsebrühe
- 125 g Sojajoghurt
- Salz, Pfeffer




Getrocknete Kichererbsen 8 - 12 Std. einweichen, danach 1 1/2 - 2 Std. köcheln lassen.

Reis nach Packungsanweisung zubereiten. Mandeln in einer Pfanne ohne Fett anrösten.
Spinat waschen bzw. auftauen. Tomaten und Zwiebel würfeln.
Zwiebel in einer Pfanne anbraten. Spinat dazu geben und mitbraten (bis er zusammen gefallen ist). Danach Kichererbsen und Tomaten hinzu geben. Mit Brühe ablöschen, aufkochen, Pfanne vom Herd nehmen und Joghurt unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mandeln unterheben.

Guten Appetit!

Donnerstag, 8. November 2012

Gentechnik-Kurznachrichten

Nach dem Koalitionsgipfel vom vergangenen Wochenende wollen einige Unions- und FDP-Politiker offenbar erneut das Thema Nulltoleranz für Gentechnik in Lebensmitteln angehen. Agrochemiekonzerne fordern seit Längerem eine Aufweichung der Bestimmungen, damit Lebensmittel auch dann importiert und verkauft werden können, wenn sie Spuren von in der EU nicht zugelassenen Gentech-Organismen enthalten.
Während die FDP für ein Ende der Nulltoleranz eintritt, gibt es in der CDU/CSU unterschiedliche Auffassungen. Einige Unionsvertreter sind offensichtlich einer Meinung mit dem Koalitionspartner. Die zuständige Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner (CSU), lehnt die Lockerung hingegen weiter ab - mit Blick auf die Haltung der Öffentlichkeit zur Agro-Gentechnik, insbesondere in Bayern, wo Aigner bei der bevorstehenden Landtagswahl antreten wird. Im Jahr 2011 hatte die Ministerin auf EU-Ebene allerdings die Aufhebung der Nulltoleranz bei Futtermitteln mitgetragen.
Beim deutschen Gentechnik-Gesetz werden vor der nächsten Bundestagswahl im kommenden Jahr hingegen keine Änderungen erwartet. Bei zentralen Fragen, wie zur Regelung von Abständen zwischen Feldern mit und ohne gentechnisch veränderten Pflanzen, besteht weiterhin Uneinigkeit in der Regierungskoalition.

Gentechnik-Kurznachrichten

Gentechnik-Lebensmittel bleiben in den USA ohne Kennzeichnung. Eine kalifornische Initiative zur Einführung eines verpflichtenden Hinweises auf gentechnisch veränderte Zutaten ist gescheitert.
47 Prozent der Wähler sind für die Gentech-Kennzeichnung, 53 Prozent entschieden sich dagegen (4,3 Millionen zu 4,8 Millionen).
Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern gibt es in den USA keine Pflicht zur Kennzeichnung, obwohl ein Großteil der dort verarbeiteten Lebensmittel gentechnisch veränderte Zutaten enthält. Ein Erfolg der kalifornischen Initiative "Right to Know" hätte einen Dominoeffekt in anderen Bundesstaaten auslösen können – mit gravierenden Folgen für Agrochemie- und Lebensmittelkonzerne. Diese haben daher mindestens 45 Millionen Dollar in eine Gegen-Kampagne gesteckt. Trotzdem hatte es lange so ausgesehen, als könnten sich die Befürworter der Gentech-Kennzeichnung durchsetzen.
Sowohl der Präsident Obama als auch Herausforderer Mitt Romney gelten als Unterstützer der Agro-Gentechnik und des US-amerikanischen Marktführers Monsanto.
Im Bundesstaat Washington sammeln Aktivisten derzeit Unterschriften für eine Gentechnik-Kennzeichnung. Kommendes Jahr könnte also die nächste Volksabstimmung zum Thema stattfinden.

Kartoffel-Grünkern-Buletten

Zutaten für 2 Personen:
- 300 g Kartoffeln vorw. festk.
- 250 ml Gemüsebrühe
- 100 g Grünkernschrot
- 1 Zwiebel
- Ei-Ersatz für 1 Ei
- 1 - 2 EL Paniermehl
- 1 EL Petersilie
- Salz, Pfeffer





Kartoffeln würfeln und ca. 20 min. kochen lassen. In der Zwischenzeit den Grünkern mit der Brühe aufkochen, halb abgedeckt ca. 5 min. auf mittlerer Hitze köcheln und danach abkühlen lassen. Zwiebel würfeln.
Kartoffeln stampfen und mit Grünkern, Ei-Ersatz, Paniermehl, Petersilie, Zwiebel, Salz und Pfeffer verkneten. Buletten daraus formen und in einer Pfanne auf jeder Seite goldbraun anbraten.

Guten Appetit!

Dienstag, 6. November 2012

Zum Nachdenken

Eines Tages gab Krishna Yudhisthira, dem Bruder von Arjuna und ältestem der fünf Pandava-Brüder einen Brief und sagte, dass er diesen Brief erst lesen sollte, wenn er sich in Schwierigkeiten befinden würde. Als sich Yudhisthira später einmal wirklich in Schwierigkeiten befand, erinnerte er sich an Krishnas Brief, öffnete ihn und las folgende Worte: "Auch dieses wird vorübergehen!".

Samstag, 3. November 2012

Grünkernsuppe

Zutaten für 2 - 3 Personen:
- 1 kleiner Lauch / 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
- 2 große Möhren
- 1 Zwiebel
- 50 g Grünkernschrot
- ca. 900 ml Gemüsebrühe
- 150 ml Sojamilch
- 1 EL Petersilie
- 1 Prise Muskatnuss
- Salz, Pfeffer




Möhren, Zwiebel und Lauch würfeln / in feine Streifen schneiden.
Alles in einem großen Topf ein paar Minuten anbraten, Grünkern dazu geben, mit Brühe + Milch ablöschen und ca. 20 min. zugedeckt / halb zugedeckt bei geringer Hitze köcheln lassen.
Suppe pürieren und mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Petersilie abschmecken.

Guten Appetit!

Kostenlose Homepage