Mittwoch, 24. Oktober 2012

Gentechnik-Kurznachrichten

Laut dem Landwirtschaftsminister Stéphane Le Foll wird sich die französische Regierung auf EU-Ebene für eine Neuausrichtung der Risikoprüfung und des Zulassungsverfahrens von gentechnisch veränderten Pflanzen einsetzen. Er plädierte außerdem für gemeinsame wissenschaftliche Kriterien für Langzeitstudien an Gentechnik-Organismen. Bei einem Treffen äußerte sich auch die deutsche Bundesagrarministerin Ilse Aigner ähnlich.
Le Foll erklärte, die Regierung werde in den EU-Institutionen auf "ein Wiederaufrollen der europäischen Instrumente der Bewertung, Zulassung und Kontrolle von GVO und Pestiziden" drängen. Frankreich reagiert damit auf die Kontroverse um die Langzeitstudie zu den Risiken von Monsanto-Mais. Aus Sicht der Regierung bestehen Zweifel an der Sicherheit von Gentechnik-Pflanzen – und auch an der bisherigen Risikoprüfung durch die häufig kritisierte EU-Lebensmittelbehörde EFSA.
Die bereits erteilten Zulassungen will der französische Minister Le Foll nicht antasten. Doch für die Zukunft müssten die momentanen Prüfverfahren überholt werden. Dazu seien auch für die gesamte EU gültige Kriterien für Langzeitstudien nötig.
Ilse Aigner tritt ebenfalls für gemeinsame Bedingungen ein.
Stéphane Le Foll bestätigte das Anbauverbot des Gentechnik-Maises MON810 in Frankreich.
2013 wird wohl über die Verlängerung der EU-Zulassung von MON810 entschieden. Sollte diese gewährt werden, könnten auch die nationalen Verbote ins Wanken geraten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Kostenlose Homepage